Beim ersten Vorbereitungsspiel der Saison gegen den 1. FC Mönchengladbach spielte Patrick Herrmann in der zweiten Hälfte als Stürmer. Im neuen System von Trainer Marco Rose dürfte dies wohl in Zukunft die Position vom einstigen Flügelläufer werden. Eine Position, die "Flaco" bereits kennt und schätzt.


Was wird aus Patrick Herrmann? Eine Frage, die wohl einige Anhängern von ​Borussia Mönchengladbach mit Blick auf den neuen Trainer Marco Rose und dessen neuen System durch den Kopf ging. Denn als klar wurde, das Rose auch in Gladbach sein in Salzburg praktiziertes 4-4-2 mit Raute auf den Platz bringen will, war klar, dass es für die Flügelspieler eng werden würde.


Patrick Herrmann aber scheint seine neue Rolle schnell gefunden zu haben. Beim Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Mönchengladbach, welches der Bundesligist standesgemäß mit 8:0 gewann, wurde "Flaco" in der zweiten Hälfte als Stürmer eingewechselt. "Ich denke, dass meine Position nun vorne im Sturm ist. Das hat man ja auch am Mittwoch gesehen", erklärte auch der 28-Jährige im Anschluss. Gemeinsam mit Nachwuchsstürmer Charalambos Makridis wurde er nach dem Seitenwechsel in die Spitze beordert.


Es gebe "zwar noch ein, zwei andere Möglichkeiten, wie wir spielen können, aber wenn wir in der Raute agieren, spiele ich definitiv vorne", so Herrmann weiter. Tragischerweise fielen die acht Tore aber alle in der ersten Hälfte. Herrmann und auch Makridis blieben glücklos. Vor allem Herrmann ließ wohl einige Chancen liegen, was man aber vielleicht damit entschuldigen kann, dass er diese Position tatsächlich mehrere Jahre nun nicht wirklich ausübte und daher die Kaltschnäuzigkeit etwas eingerostet ist.

Patrick Herrmann

Als zukünftiger Stürmer könnte Patrick Herrmann in Zukunft öfter so jubeln


"Ich glaube, unter Lucien Favre habe ich das letzte Mal vorne gespielt, das ist jetzt auch schon ein paar Jahre her", so der gebürtige Saarländer. "Natürlich muss ich mich da jetzt erst wieder reinfinden, das ist klar, wenn man jahrelang im 4-4-2 oder zuletzt im 4-3-3 auf den Außen gespielt hat." Das aber brauche Zeit, wie auch er anmerkt und daher etwas Geduld mit ihm einfordert.


"Es wird. Aber man sieht schon, dass die Wege noch nicht zu 100 Prozent passen. Ich finde es aber sehr spannend, weil ich vorne als schneller Spieler in die Tiefe gehen kann. Und wenn wir Pressing spielen, sind die Stürmer gefragt, mit viel Geschwindigkeit anzulaufen. Das passt ganz gut zu mir, und da habe ich auch richtig Lust drauf", erklärt er in der Rheinischen Post. Worte, die auch sein neuer Coach sicher gerne hören wird. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich Herrmann in der neuen Rolle entwickeln wird und wie viele Chancen er in der ​Bundesliga im Sturm bekommt.