​Nachdem Ralf Rangnick ​RB Leipzig in der abgelaufenen Saison bis auf einen starken dritten Tabellenplatz und damit in die Champions League geführt hat, soll nun der ​neue Cheftrainer, Julian Nagelsmann, die Roten Bullen weiter im Kreise der deutschen Topklubs etablieren. Gelingen soll dies unter anderem durch die ​Verpflichtung von Christopher Nkunku, welcher noch am heutigen Freitag in Leipzig erwartet wird.


Bereits seit geraumer Zeit haben die Sachsen ein Auge auf den 21-jährigen Offensivspieler des französischen Serienmeisters Paris Saint-Germain geworfen. Obwohl der Hauptstadtklub wahrlich nicht gerade schwach besetzt ist, konnte der sechsfache französische Nationalspieler in der vergangenen Spielzeit 27 Pflichtspieleinsätze verbuchen und sich so in den Fokus von gleich mehreren Klubs aus dem Ausland spielen.

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Nkunku fühlt sich auch auf beiden offensiven Außenbahnen wohl



Wie die BILD in Erfahrung gebracht haben will, soll das Pendel mittlerweile jedoch eindeutig in Richtung Leipzig ausgeschlagen haben und so könnte Nkunku womöglich schon am heutigen Freitag bei RB aufschlagen. Gestern noch hatte der Rechtsfuß ganz regulär am Trainingsbetrieb des amtierenden französischen Meisters teilgenommen und strotze dabei nur so vor Energie. Auch bei den Fitnesstests zu Beginn der Woche konnte der Schützling von ​Trainer Thomas Tuchel dem Vernehmen nach eindrucksvolle Werte auflegen.


Da sich Tuchel und Nagelsmann aus Trainertagungen in der Bundesliga kennen und oftmals auf einer Wellenlänge funken, sollen sich die beiden deutschen Trainer bereits mehrfach über den Entwicklungsstand von Nkunku ausgetauscht haben. Ihrem Talent wollen die Franzosen allem Anschein nach in Sachen Karriereplanung keine Steine in den Weg legen und sollen sich bereits längst mit einem Verkauf angefreundet haben. Laut BILD-Informationen sollen sie dabei mittlerweile von ihrer ursprünglichen Ablöseforderung von 20 Millionen Euro abgerückt sein und sich mit einer Summe zwischen zehn und 15 Millionen Euro zufrieden geben.

Julian Nagelsmann

Mittlerweile konnte sich Nagelsmann ein Bild vom derzeitigen RB-Kader machen



Die Gründe, wieso der Deal bislang noch auf sich warten ließ, waren anderer Natur. So musste Nkunku erst einmal davon überzeugt werden, dass Leipzig für ihn in seiner derzeitigen Situation die richtige Adresse ist. Die Bemühungen der Sachsen dürften darüberhinaus durch das Schicksal ihres Neuzugang Hannes Wolf intensiviert worden sein. Der 20-jährige Österreicher, ebenfalls fürs offensive Mittelfeld vorgesehen, hatte sich während der U21-Europameisterschaft einen Knöchelbruch zugezogen und wird den Leipzigern noch bis in den Oktober hinein fehlen.


Da mit Bruma zudem ein bisheriger Aktivposten der RB-Offensive ​für 15 Millionen Euro an die PSV Eindhoven transferiert wurde und den Sachsen somit aktuell mit Emil Forsberg und Marcel Sabitzer nur zwei Spielgestalter zur Verfügung stehen, könnte Nkunku sofort eine Schlüsselrolle einnehmen. Ein Pluspunkt des Jungprofis ist dabei, dass er vielseitig einsetzbar ist. Der neue RB-Sportdirektor Markus Krösche könnte somit gleich mit seinem ersten Transfer einen Volltreffer landen.