​Die Verantwortlichen des ​FC Bayern München halten derzeit intensiv nach weiteren Neuzugängen Ausschau. Dass sich der deutsche Rekordmeister in der Vergangenheit einige schlimme Fehleinkäufe geleistet hat, beweist die folgende Übersicht. Wir haben für euch die zehn größten Sommer-Flops der Münchner zusammengestellt. 


Takashi Usami

Takashi Usami

2011 verpflichteten die Bayern mit Usami eines der vielversprechendsten Talente aus Japan. Ein Jahr lang war der Offensivspieler vom Erstligisten Gamba Osaka ausgeliehen. Fünfmal durfte der 27-Jährige bei den Profis ran und erzielte dabei einen Treffer. Nach weiteren Gastspielen bei der ​TSG 1899 Hoffenheim (2012/13), dem ​FC Augsburg (2016/17) und ​Fortuna Düsseldorf (2017 - 2019) kehrte der Japaner in diesem Sommer der ​Bundesliga zum zweiten Mal den Rücken und wechselte zurück in sein Heimatland.


Alexander Baumjohann

Bayern Munich's midfielder Bastian Schwe

Mit der Verpflichtung von Baumjohann (r.) schienen die Münchner auf den ersten Blick einen guten Griff gemacht zu haben. Der U21-Nationalspieler kam 2009 ablösefrei von ​Borussia Mönchengladbach. Nach einem halben Jahr und vier Pflichtspielen (eine Vorlage) brach der offensive Mittelfeldspieler seine Zelte allerdings wieder ab und wechselte zum ​FC Schalke 04. Seit August 2018 ist der 32-Jährige in Australien aktiv (neuer Klub Sydney FC).


Sinan Kurt

Sinan Kurt

Nach einem langen Wechseltheater sicherte sich der FC Bayern Ende August 2014 die Dienste des Gladbacher Eigengewächses. Kurt zählte damals zu den größten Talenten Deutschlands und kostete drei Millionen Euro Ablöse. In München blieb der 22-Jährige allerdings weit hinter den hohen Erwartungen zurück. Bis zu seinem Abgang im Januar 2016 (Hertha BSC) lief der Angreifer nur einmal für die Profis auf. Seit Anfang Juli ist Kurt, der zuletzt im österreichischen Fußball-Unterhaus kickte, vereinslos.


Edson Braafheid

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2009 ließen sich die Bayern die Verpflichtung von Braafheid (FC Twente Enschede) zwei Millionen Euro kosten. Der deutsche Rekordmeister war letztendlich jedoch eine Nummer zu groß für den Linksverteidiger. Nach eineinhalb Jahren (19 Pflichtspiele) und einer zwischenzeitlichen Leihe zu Celtic Glasgow trennten sich die Wege. Seit Dezember steht der 36-Jährige beim US-amerikanischen Zweitligisten Austin Bold FC unter Vertrag.


Jan Kirchhoff

Max Kruse,Jan Kirchhoff

Kirchhoff (l.) schaffte einst beim 1. FSV Mainz 05 den Sprung in den Profikader und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Leistungsträger. 18 Mal lief der Innenverteidiger zudem für die U21-Nationalmannschaft auf. Die Bayern holten den damals 22-Jährigen ablösefrei nach München (2013). Beim deutschen Rekordmeister konnte der Defensivspieler (zwölf Einsätze) allerdings nie wirklich Fuß fassen. Nach einer eineinhalbjährigen Leihe zum FC Schalke 04 stand Kirchhoff noch ein halbes Jahr in München unter Vertrag, ehe er im Januar 2016 nach England wechselte. Mitte Juni gab der Drittligist KFC Uerdingen die Verpflichtung des 28-Jährigen bekannt.


Danijel Pranjic​

Danijel Pranjic

In der Saison vor seinem Wechsel nach München (2009) hatte Pranjic in der Eredivisie mit 16 Treffern auf sich aufmerksam gemacht. Knapp acht Millionen Euro kassierte der SC Heerenveen für den linken Mittelfeldspieler, der sich während seines dreijährigen Gastspiels beim FC Bayern (85 Einsätze, ein Tor/zehn Vorlagen) nicht wirklich durchsetzen konnte und den Verein ablösefrei in Richtung Lissabon verließ. Seit Sommer 2017 lässt der 37-Jährige seine Karriere auf Zypern ausklingen.


Vahid Hashemiam

FB: Testspiel 2005, Fortuna Duesseldorf-FC Bayern Muenchen

In der Saison 2003/04 spielte sich der Bochumer mit 16 Treffern in den Fokus. Für zwei Millionen Euro Ablöse holte der FC Bayern den Mittelstürmer an die Säbener Straße. In München ließ der Iraner seine Torjägerqualitäten allerdings weitestgehend vermissen. Nur ein Treffer sprang in 15 Pflichtspielen heraus. Nach einer Spielzeit folgte der Wechsel zu ​Hannover 96. Im Sommer 2012 hängte der 42-Jährige, der aktuell als Co-Trainer bei der iranischen Nationalmannschaft tätig ist, seine Fußballschuhe an den Nagel.


Ali Karimi

Lukas Podolski,Ali Karimi

Hashemian ist nicht der einzige Iraner, der ein unglückliches Gastspiel beim FC Bayern in seiner Vita stehen hat. Karimi (r.) lief zwei Jahre lang (2005 - 2007) für den deutschen Rekordmeister auf, ehe er ablösefrei nach Katar wechselte. Über mangelnde Einsatzzeit (42 Pflichtspiele, vier Tore/vier Vorlagen) konnte sich der offensive Mittelfeldspieler zumindest in seiner ersten Saison nicht beklagen. Den hohen Erwartungen wurde der 40-Jährige, der sich vor fünf Jahren in den Ruhestand verabschiedet hat, nie gerecht.


José Ernesto Sosa

Jose Ernesto Sosa,Lars Bender

Dass der deutsche Rekordmeister mit Spielern aus Südamerika nicht immer gute Erfahrungen gemacht hat, beweist auch Sosa (l.). Stolze neun Millionen Euro Ablöse legten die Bayern im Juli 2007 für das damals 21-jährige Top-Talent aus Argentinien auf den Tisch. Der zentrale Mittelfeldspieler bestritt in zwei Jahren zwar immerhin 53 Pflichtspiele (zwei Tore/vier Vorlagen), wusste allerdings nie wirklich zu überzeugen. Der Rechtsfuß steht aktuell beim türkischen Erstligisten Trabzonspor unter Vertrag.


Renato Sanches

Renato Sanches

Der Europameister ging als "teuerstes Missverständnis" in die Vereinsgeschichte ein. 35 Millionen Euro wurden 2016 für das Eigengewächs von Benfica Lissabon fällig. In München wartete der 21-Jährige zwei Spielzeiten lang vergeblich auf den Durchbruch. Auch eine Leihe zu Swansea City (Saison 2017/18) brachte nicht den erhofften Karriereschub. Der Mittelfeldspieler hat Ende Mai erneut betont, dass er mehr spielen und deshalb den deutschen Rekordmeister verlassen will. Oder gibt es doch noch die (kleine) Chance, dass der "Golden Boy" sein "Versprechen" in München einlöst?