Für TSG-Sportvorstand Alexander Rosen war der Brasilianer Joelinton "eine der größten Entdeckungen dieser Bundesliga-Saison". Nun könnte der 22-jährige Angreifer bereits den Absprung planen, sofern der Preis stimmt. Mit den Wolverhampton Wanderers ist erneut ein Verein aus der englischen ​Premier League interessiert.


Joelinton hat seine erste Bundesliga-Saison im vergangenen Jahr genutzt, um mächtig Eigenwerbung für sich zu machen. Nachdem er 2015 aus dem brasilianischen Recife für 2,2 Millionen Euro in den Kraichgau geholt wurde, verlieh die ​TSG Hoffenheim ihrem Stürmer von 2016 bis 2018 nach Österreich zur Wiener Rapid. Dort machte er 60 Spiele, erzielte 15 Tore und bereitete sechs weitere vor.


Nun konnte man aufgrund dieser Zahlen nicht darauf schließen, dass er dermaßen durchstarten würde nach seiner Rückkehr in die Bundesliga, aber das nötige Rüstzeug hat er sich in Österreich definitiv angeeignet. Denn in seiner Premierensaison im deutschen Oberhaus machte er für die Sinsheimer in 35 Pflichtspielen elf Tore und legte neun Treffer auf.


Zahlen, die schon zur Winterpause Vereine auf der Insel beeindruckten. So war Newcastle United einem Bericht aus der Bild-Zeitung nach bere1it, im Winter 50 Millionen Euro für den Stürmer auf den Tisch zu legen. Dies aber wurde zu jenem Zeitpunkt abgelehnt und Joelinton bekannte sich zur TSG. Nun hat mit Wolverhampton der nächste Verein aus Englands höchster Spielklasse angeklopft.


Und diesmal könnten die Verantwortlichen schwach werden, denn der Preis für den Mittelstürmer, der noch einen Vertrag bis 2022 hat, könnte noch mal gestiegen sein. Zwar wollte sich Rosen bislang nicht wirklich äußern und erklärte nur: "Wir kleben keinen Preis auf den Rücken des Spielers. Das muss man dann im Sommer bewerten." Doch nun könnte der Moment gekommen, wo man über ein Geschäft nachdenkt.


Die Wolves selbst können im Gegensatz zur TSG sogar mit dem internationalen Geschäft werben. Denn der Klub schloss die Saison auf Rang sieben ab und ist damit für die Qualifikation zur Europa League gemeldet und steigt in der gleichen Runde ein, wie beispielsweise Eintracht Frankfurt. Der Gegner in der zweiten Runde ist zwar noch offen, damit aber könnten die Wolves tatsächlich attraktiver sein.


Für Hoffenheim hingegen könnte es ein wahnsinniger Transferüberschuss sein, den der Klub in diesem Sommer erwirbt. Mit den Verkäufen von Nico Schulz (zu Borussia Dortmund) und Kerem Demirbay (zu Bayer Leverkusen) wurden bislang 57,5 Millionen Euro eingenommen. Hinzu könnten noch 15 Millionen aus der Klausel von ​Nadiem Amiri kommen, der ebenfalls vor einem Wechsel nach Leverkusen oder England stehen soll. Und dann wären da noch die zu erwartenden Millionen von Joelinton. Gut möglich, dass auch die TSG noch mal auf ausgedehnte Einkaufstour geht.