​Morgen, spätestens jedoch am Montag, will der ​FC Barcelona die 120 Millionen Euro für die fällige Ablösezahlung an Atlético Madrid für die Verpflichtung von ​Antoine Griezmann (28) bei der LFP (dem spanischen Pendant zur DFL) hinterlegen. Ob dann Ruhe einkehrt in dieses Wechseltheater?


Klar, keiner konnte erwarten, dass ein Aushängeschild eines der renommiertesten Klubs Spaniens ligaintern mal eben zu einem noch größeren Konkurrenten wechseln könnte, ohne dass es dabei zu Nebengeräuschen käme. Vor ein paar Tagen drohte sogar Atléticos Präsident Enrique Cerezo Barça ganz unverhohlen "mit Konsequenzen". 


Denn: Die Azulgrana sollen den Spieler bereits im März kontaktiert haben. Damals allerdings war die Ausstiegsklausel des Franzosen noch auf 200 Millionen Euro festgelegt. Erst seit dem 1. Juli ist dieser Betrag auf "nur" noch 120 Millionen eingeschmolzen. Cerezo dazu: "Die Wahrheit ist, dass ich es nicht weiß. Wenn es aber so ist, wie sie sagen (die Medien, Anm. d. Red), dann wird es Konsequenzen haben." (Quelle: Spox). 


Unabhängig von diesen Unklarheiten soll der Spieler aber schon morgen (oder eben am Montag) vorgestellt werden. Und zwar vor leeren Rängen! Dies ist allerdings kein Zufall. Und wenn, dann ein für den FC Barcelona sehr günstiger. Vielmehr steht wohl hinter dieser ungewöhnlichen Aktion, dass die Barça-Bosse Griezmann "schützen" wollen. So formuliert es die Madrider Sportzeitung Marca


Hintergrund: Vor einem Jahr schien auch bereits alles vorbereitet für einen Wechsel des Stürmers. Doch im letzten Moment machte Griezmann einen Rückzieher, ließ dafür extra eine kleine Video-Botschaft ("The Decision") produzieren und stieß damit die Anhängerschaft des Meisters vor den Kopf. Dass das Filmchen auch noch ausgerechnet von Gerard Piqués Produktionsfirma gemacht worden war, setzte der Skurrilität noch die Krone auf. 


Entsprechend ist man beim FC Barcelona sehr vorsichtig in der Personalie Griezmann. Der Wechsel soll so geräuschlos (wenn man den Begriff in diesem Zusammenhang überhaupt benutzen kann) wie möglich über die Bühne gehen. Eine leere Bühne, in diesem Fall. Sollte sich Griezmann sportlich schnell integrieren, wovon eigentlich jeder ausgeht (auch in Madrid!), werden sich auch die Culés schnell mit dieser Neuverpflichtung, die mit soviel Nebengeräuschen daherkam, anfreunden.