Beim Hamburger SV wird es eigentlich nie ruhig. Wenn der Liga-Betrieb läuft, sorgen die wöchentlichen Ergebnisse für Gesprächsstoff, und in der wettkampflosen Zeit der Vorbereitung schaffen es die Beteiligten selbst, dass der Verein immer in aller Munde ist. Jetzt soll es hinter den Kulissen der Scouting-Abteilung mächtig im Gebälk knirschen. 


Am 1. April dieses Jahres nahm ​Michael Mutzel (39, vormals TSG Hoffenheim) seine Arbeit beim Traditionsklub als neuer Sportdirektor auf. Trotz des Datums konnte einer im Verein darüber überhaupt nicht lachen: Kaderplaner ​Johannes Spors (36). Der Ex-Leipziger hatte sich nämlich selbst Chancen auf Mutzels Posten ausgerechnet. 


Mutzel war noch von Jonas Boldts Vorgänger Ralf Becker nach Hamburg geholt worden. Nach der Entlassung Beckers im Mai dachten viele im Verein, dass damit auch das Ende von Mutzel gekommen war - doch dem war nicht so. Im Gegenteil: Schon recht bald nach seiner Ankunft in Hamburg hob Sportvorstand ​Jonas Boldt (37) in der Mutzel-Causa den Daumen. "Wir kommen aus ähnlichen Vereinen, haben ähnliche Ansätze, eine ähnliche Denke. Das hilft natürlich bei der Zusammenarbeit", so Mutzel gegenüber dem HA über seine Zusammenarbeit mit Boldt. 


Dem Hamburger Abendblatt zufolge ist mit Mutzels Inthronisierung die Zeit von Johannes Spors beim Dino abgelaufen. Spors wird den Verein verlassen. 


In der Vergangenheit soll es zwischen ihm und dem Vereinsurgestein Michael Schröder immer wieder zu Streit gekommen sein. Jetzt soll Spors also gehen, Schröder verstärkt in die Scouting-Abteilung eingebunden werden - und für Spors ein Mann aus Leverkusen geholt werden. 


Claus Costa, zur Zeit als Scout bei Bayer tätig, soll an die Elbe kommen. Jonas Boldt "wildert" also bei seinem alten Klub. Einfach dürfte diese Verpflichtung aber nicht werden: Costa ist noch vertraglich an den Werksklub gebunden. Fortsetzung folgt - das ist sicher!