Kaum ein Verein ist so emotional in Deutschland wie der ​1. FC Köln. Trotz des Abstiegs im vergangenen Jahr wurde der bislang dritthöchste Zuschauerschnitt der gesamten Historie aufgestellt. Insgesamt kamen 49.547 Zuschauer im Schnitt zu den Spielen. Nun soll das Stadion ausgebaut werden. Und eine gigantische Stehplatz-Tribüne erhalten.


Der 1. FC Köln ist nach einem Jahr Abstinenz schon wieder zurück im Oberhaus. Und seien wir ehrlich: Es hat auch ganz schön was gefehlt ohne die Rheinländer. Wer sonst schwelgt so schön nach zwei Siegen im Himmel der Champions League, oder sieht sich nach zwei Niederlagen am Stück bereits in der Oberliga Mittelrhein? Und für die zahlreichen Fans gibt es nun eine weitere gute Nachricht.


Denn der Verein ist nach einem zweiten Versuch einer Machbarkeitsstudie zuversichtlich, das Stadion großflächig auszubauen. Ein erster Versuch war mehr oder weniger gescheitert, mit einigen Nachbesserungen aber scheint es nun das Ok gegeben zu haben. So erklärte Geschäftsführer Alexander Wehrle in der Bild-Zeitung: "Der Zwischenbericht zum Stadion schaut positiv aus, so dass man das Stadion auf 70.000 bis 75.000 Plätze ausbauen kann."


Damit würde man vor allem den Mitgliedern entgegen kommen, die teils seit Jahren auf eine Dauerkarte warten und auf der Warteliste stehen. Wie das Boulevardblatt weiter berichtet, sollen es 13.500 Anhänger sein, die erneut leer ausgingen und nach 25.000 abgesetzten Dauerkarten weiter warten müssen.

1. FC Koeln v SpVgg Greuther Fuerth - Second Bundesliga

Bald sollen die Spieler vor einer rot-weißen Wand mit bis zu 28.000 Zuschauern jubeln 



Doch nicht nur, dass auf einen Schlag mindestens 20.000 Plätze mehr im Stadion vorhanden sind, es soll auch eine riesige neue Stehplatz-Tribüne im Süden entstehen. Und diese soll mit den Dortmunder Verhältnissen ohne Frage konkurrieren können. So sollen auf einer möglichen Stehplatz-Tribüne in Köln 28.000 Zuschauer Platz finden. Bei ​Borussia Dortmund sind es mit 28.673 nur unwesentlich mehr.


Allerdings müssen die Fans des Effzeh auch noch eine ganze Menge Geduld aufbringen. Losgehen soll ein möglicher Umbau nämlich erst nach der Europameisterschaft 2024. Da die Domstadt als einer der Austragungsorte 2024 fungiert, soll bis dahin erst mal kein Umbau stattfinden. Zudem wird es wohl in den kommenden Tagen auch Details zu weiteren Fragen geben, wie etwa Umwelt- oder Lärmschutz. Wenn auch diese Sachen geregelt sind, will man an die Kostenkalkulation gehen. Daher könnte sich noch einiges ändern, ehe man sich zu früh freut.