​Nationalspieler Timo Werner wird ​RB Leipzig wohl über den Sommer hinaus erhalten bleiben. Medienberichten zufolge liegen für den Mittelstürmer derzeit keine Angebote vor. Der ​FC Bayern München will den 23-Jährigen offenbar erst im nächsten Jahr ablösefrei verpflichten. Für Cheftrainer Julian Nagelsmann spielt die schwierige Vertragssituation nur eine untergeordnete Rolle. 


Seit Dezember hielten sich die Gerüchte um einen Transfer zum deutschen Rekordmeister hartnäckig. Dem Vernehmen nach hatten sich die Münchner mit der Spielerseite bereits auf einen Wechsel verständigt. In den letzten Wochen wurde es allerdings ruhig um den Angreifer. Der FC Bayern bemühte sich zuletzt ​intensiv um andere Profis, worüber Werner alles andere als begeistert sein soll. Eine Verlängerung seines bis 2020 laufenden Vertrags lehnt der Ex-Stuttgarter allerdings weiterhin ab.


"Wir würden ihn sehr gern behalten, aber es gibt keinen neuen Stand", wird Sportdirektor Markus Krösche vom kicker zitiert. Dem Fachmagazin zufolge bemühen sich derzeit weder der deutsche Rekordmeister noch ein anderer Klub um den Mittelstürmer. Werner wird deshalb voraussichtlich ohne Vertragsverlängerung in die neue Saison gehen. Ein Szenario, dass die Verantwortlichen der Roten Bullen unbedingt verhindern wollten. Ex-RB-Sportdirektor und Cheftrainer ​Ralf Rangnick drohte dem gebürtigen Stuttgarter sogar mit einem Jahr auf der Tribüne, sollte er sein Arbeitspapier nicht verlängern.

Julian Nagelsmann

Rangnick-Nachfolger in Leipzig: Julian Nagelsmann


Für Nagelsmann, der in diesem Sommer von der ​TSG 1899 Hoffenheim nach Leipzig kam, ist dies keine Option. Unabhängig von der Vertragssituation verspricht der Übungsleiter einen "ganz normalen Umgang zwischen Trainer und Spieler, wie bei jedem anderen Spieler auch", so der 31-Jährige. "Ich treffe sportliche Entscheidungen. Wenn er gut ist oder besser als die anderen, wird er auch spielen. Wenn es sportlich nicht so gut läuft, dann nicht."