​Der ​VfB Stuttgart hat nicht nur seinem Kader zuletzt einer Generalüberholung unterzogen, sondern sorgte bereits vor Monaten mit der Installierung von Thomas Hitzlsperger als neuer Sportvorstand für eine neue Balance in der Klubführung. Um den alles andere als unumstrittenen Präsidenten Wolfgang Dietrich etwas aus der Schusslinie zu nehmen, fahndet man nun zusätzlich nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden. Unter den Kandidaten tummeln sich auch zwei alte Bekannte.


Wie die Stuttgarter Nachrichten in Erfahrung gebracht haben, soll unter anderem so auch der Name ​Armin Veh bereits in den Ring geworfen worden sein. Der Meistertrainer aus dem Jahre 2007 konnte mit dem 1. FC Köln zwar unlängst den Aufstieg in die Bundesliga feiern, wirklich glücklich wirkte der Geschäftsführer Sport aber längst nicht immer. Vielmehr deutete der 58-Jährige bereits mehrfach öffentlich an, dass er sich in Zukunft in einer administrativeren Position sieht und spielte dabei mit dem Gedanken eines Tages als Präsident eines renommierten Klubs das große Ganze im Blick zu behalten.

Armin Veh

Armin Veh hat die Geschehnisse bei seinem Ex-Klub nie aus den Augen verloren


Nun müsste er sich beim VfB zwar lediglich mit dem Vorstandsvorsitz zufriedengeben, der ehrgeizige Sportfunktionär hätte dann aber schon zumindest einen Fuß in der Türe und könnte seine Karriereplanung weiter vorantreiben. Dem Bericht zufolge, soll Veh dem Effzeh bereits zu verstehen gegeben haben, dass er ​seinen im Jahre 2020 auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern will. Inwiefern die Stuttgarter eine Rückkehr des gebürtigen Augsburger aber auch tatsächlich begrüßen würden, ist noch völlig unklar, schließlich verlief seine zweite Amtszeit als Trainer und Sportdirektor in der Saison 2014/15 alles andere als reibungslos.


Neben Veh gilt daher auch Alexander Wehrle als aussichtsreicher Kandidat. Der aktuelle Finanz-Geschäftsführer des Effzeh hatte bis 2013 als Assistenz der VfB-Geschäftsführung gearbeitet. Zum Problem könnte aber werden, dass der Vertrag des 44-Jährigen erst im Sommer 2023 ausläuft. Verlassen hatte der gebürtige Schwabe den VfB dereinst, da er nicht unter dem damals neu ins Amt gewählten Präsidenten Gerd E. Mäuser arbeiten wollte.

Alexander Wehrle

Alexander Wehrle agiert im Gegensatz zu Veh vorzugsweise im Hintergrund


Mit Wolfgang Dietrich wartet nun erneut ein mehr als streitbarer Klub-Boss. Dennoch scheint der Posten beim VfB durchaus heiß begehrt zu sein. In die Pole-Position soll sich dabei dem Vernehmen nach ​Robert Schäfer geschoben haben. Der ehemalige Vorstandsboss von Fortuna Düsseldorf hatte sich durch seine unsäglichen Vertragsgespräche mit Friedhelm Funkel und die kurzzeitig angedachte Trennung von dem Erfolgscoach ins Abseits gedribbelt und musste schlussendlich selbst seinen Hut nehmen.


Anscheinend scheinen die Stuttgarter dennoch von den Qualitäten des erfahrenen Juristen überzeugt zu sein und so soll man sich bereits weitestgehend handelseinig sein. Bevor es zu einer Vertragsunterschrift kommen kann, muss der noch bis 2021 laufende Vertrag des 43-Jährigen mit der Fortuna endgültig aufgelöst werden. Mit einer Entscheidung beziehungsweise einer Veröffentlichung derselben ist daher wohl erst nach der VfB-Mitgliederversammlung am kommenden Sonntag zu rechnen.