​Die Kaderplaner des ​VfB Stuttgart verrichteten in diesem Transfersommer schon einen guten Job und drehten fast die komplette Mannschaft auf links. Sportdirektor Sven Mislintat kündigte daher erst unlängst an, dass derzeit mit ​nicht mehr all zu vielen Kaderanpassungen zu rechnen sei. Ein Bericht des kicker schlug nun in eine ähnliche Kerbe.


Dabei drehte es sich in dem Beitrag der Fachzeitschrift vorrangig um zwei Personalien, die die VfB-Verantwortlichen bereits seit geraumer Zeit beschäftigen. Da wäre zum einen Innenverteidiger Marcin Kaminski. Der 27-jährige Pole war in der Vor-Saison an den Ligakonkurrenten Fortuna Düsseldorf ausgeliehen worden und hinterließ bei den Rheinländern einen mehr als ordentlichen Eindruck. Kein Wunder also, dass sich Düsseldorfs Sportdirektor Lutz Pfannenstiel auf Geheiß seines Cheftrainers Friedhelm Funkel bis zuletzt um einen ​festen Transfer des siebenfachen polnischen Nationalspielers bemüht hatte.

Fortuna Duesseldorf v 1. FC Nuernberg - Bundesliga

Für die Fortuna kam Kaminski auf 27 Einsätze


Auch Kaminski selbst, hatte sich bereits für einen Verbleib in Düsseldorf ausgesprochen. Angeblich konnten beide Klubs jedoch keinen gemeinsamen Nenner finden und so kehrt Kaminski in den Schoß der Stuttgarter zurück. Vor allem aber soll der Pole wegen möglicher Gehaltseinbußen bei der Fortuna gezögert haben. Für den VfB wäre ein Verkauf von Kaminski ohnehin schon alleine daher nicht gerade ratsam gewesen, da mit Benjamin Pavard und Ozan Kabak in diesem Sommer bereits zwei wichtige Defensivsäulen abgegeben wurden. Sollte es dem Linksfuß nuin gelingen, sich für seine Zukunft im Ländle begeistern zu lassen, könnte ihm unter dem neuen Coach Tim Walter womöglich gar ein Stammplatz vergönnt sein.


Der zweite Spieler, der zuletzt bei so ziemlich jedem Stammtischgespräch von VfB-Anhängern Erwähnung fand, ist ​Anastasios Donis. Der wechselwillige Angreifer wurde in den vergangenen Wochen mit gleich mehreren Topklubs aus der Bundesliga in Verbindung gebracht. Mittlerweile haben sich Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach, Bayer 04 Leverkusen und die TSG 1899 Hoffenheim jeweils jedoch für andere Kandidaten entschieden und nahmen Abstand von einer Verpflichtung des 22-jährigen Mittelstürmers.

Anastasios Donis

Anastasios Donis pendelt stets zwischen Genie und Wahnsinn


Auch Angebote aus Frankreich und England liefen bislang ins Leere und daher deutet aktuell vieles daraufhin, dass sich Donis doch auf den Gang in die Zweite Liga einstellen muss. Für den VfB ist diese Entwicklung sowohl Fluch, als auch Segen. Rein sportlich gesehen wäre der sprintstarke Offensivspieler im deutschen Unterhaus eine echtes Faustpfand.


Da der neunfache griechische Nationalspieler aber bereits wiederholt disziplinarische Mängel aufzeigte und so zu einem echten Störenfried werden könnte, hätten die Stuttgarter ein angemessenes Angebot für Donis wohl favorisiert. Von der Wunschvorstellung, für den sensiblen Stürmer die in seinem Vertrag verankerte Ausstiegsklausel in Höhe von 15 Millionen Euro einzunehmen, müssen sich die Schwaben aber langsam endgültig verabschieden.