In den vergangenen Jahren machten die Klubs der Chinese Super League mit teils irrwitzigen Transfers auf sich aufmerksam. Die Vereine aus dem Reich der Mitte investieren viel Geld in europäische Spieler, die nicht selten ein üppiges Gehalt beziehen und nach einigen Jahren für die Zukunft ausgesorgt haben. Auch in diesem Jahr könnte der eine oder andere Spieler nach China wechseln, weshalb im Folgenden sieben spekulative Kandidaten aus der Bundesliga behandelt werden.


Yevhen Konoplyanka

Yevhen Konoplyanka

​Im Sommer 2016 lieh der FC Schalke 04 Yevhen Konoplyanka für ein Jahr vom FC Sevilla, ein Jahr darauf überwiesen die Knappen 12,5 Millionen Euro nach Andalusien. Nach einer eher mäßigen Saison unter Markus Weinzierl gehörte der Ukrainer unter Domenico Tedesco zum Stammpersonal, baute in der vergangenen Saison aber mächtig ab.


In 78 Pflichtspielen erzielte er 13 Tore und lieferte neun Vorlagen, gilt aber als eines der Problemkinder, die Ex-Sportchef Christian Heidel verpflichtete und hat auf Schalke keine Zukunft mehr. Sollte sich kein interessanter Verein aus Europa finden, wäre China durchaus eine Option.


André Schürrle

Andre Schurrle

Über Mainz 05 und Bayer Leverkusen führte der Weg für André Schürrle zum FC Chelsea, VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund. Der Weltmeister von 2014 generierte insgesamt Transfererlöse in Höhe von 92,9 Millionen Euro, erlebt seit einigen Jahren aber alles andere als eine glückliche Zeit und befindet sich auf dem absteigenden Ast. 


​Beim BVB besitzt er keine Zukunft, die zweite englische Liga war für ihn nach dem Abstieg mit dem FC Fulham keine Option. In China würde er noch einmal ordentlich verdienen und viel Spielpraxis erhalten, auch wenn das Niveau nicht ganz so hoch ist wie in Europa.


Caiuby

Francisco da Silva Caiuby

Seinen Kredit hat Caiuby beim FC Augsburg freiwillig verspielt. Der Brasilianer erzwang durch wiederholtes unentschuldigtes Fehlen im Winter einen Leihwechsel zu Grasshoppers Zürich, eine Rückkehr zu den Fuggerstädtern ist kaum vorstellbar. Derzeit wird über einen Wechsel zu Besiktas Istanbul spekuliert, doch der 30-Jährige könnte aufgrund seiner Qualitäten am Ball durchaus das Interesse aus China auf sich ziehen.


 Andrej Kramaric

Andrej Kramaric

Obwohl Andrej Kramaric noch im April behauptete, sich vorstellen zu können, seine Karriere bei 1899 Hoffenheim zu beenden, wird der Angreifer - der seine Aussage nur einen Monat später revidierte - mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Der 28-Jährige erzielte in 130 Partien 58 Tore, droht beim fortschreitenden Ausverkauf aber ebenfalls seine Zelte abzubrechen und soll sich laut Sky bereits mit dem AC Mailand auf einen Wechsel verständigt haben. 


Da chinesische Klubs aber die Augen nach torgefährlichen Stürmern offenhalten, ist es vorstellbar, dass Kramaric auch ein lukratives Angebot aus Asien erhalten könnte.


Ömer Toprak

Omer Toprak

Bei Borussia Dortmund kämpfen derzeit sieben Innenverteidiger um einen Platz im Kader, einige von ihnen werden bis zum Transferschluss am 02. September aber weichen müssen. Ömer Toprak will sich beim Vizemeister durchsetzen, dürfte aber mit die geringsten Chancen auf eine Zukunft in Schwarz-Gelb besitzen. Der Vertrag des ehemaligen Freiburgers endet 2021, über mögliche Interessenten ist noch nichts bekannt. Auch hier wäre ein Wechsel nach China aufgrund der ausbleibenden Alternativen in Europa vorstellbar. 


Shinji Kagawa

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Bei Borussia Dortmund neigt sich auch die Zeit von Shinji Kagawa dem Ende zu. Der offensive Mittelfeldspieler hat gegen die Konkurrenz keine Chance, wurde daher in der Rückrunde an Besiktas Istanbul verliehen. Derzeit darf er sich gemeinsam mit André Schürrle nach einem neuen Verein umsehen, wobei China im Herbst seiner Karriere eine interessante Option darstellen könnte. 


Alexandru Maxim

Alexandru Maxim

Von Alexandru Maxim haben sich die Verantwortlichen des FSV Mainz 05 bei dessen Verpflichtung vor zwei Jahren mit Sicherheit mehr erhofft. Der Rumäne kommt in 50 Einsätzen auf je fünf Tore und fünf Assists, konnte kaum an seine Bestleistungen beim VfB Stuttgart anknüpfen und gilt daher als Streichkandidat in diesem Sommer. In China hätte er die Chance, bedeutend mehr zu verdienen als in der Bundesliga, aufgrund der Qualitätsunterschiede könnte er zudem noch einmal aufblühen.