​Bei einem Großteil der europäischen Klubs fiel in den vergangenen Tagen der Startschuss zur Vorbereitung auf die kommende Saison. Viele Vereine haben in den letzten Wochen bereits fleißig eingekauft und sich sinnvoll verstärkt. Wir zeigen, wer auf dem Transfermarkt bislang alles (oder vieles) richtig gemacht hat.


Borussia Dortmund

Mats Hummels,Omer Toprak

Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund haben ihre Hausaufgaben auf dem Transfermarkt bereits frühzeitig erledigt und die wichtigsten Kaderbaustellen behoben. Mit Nationalspieler Nico Schulz (​TSG 1899 Hoffenheim) wurde die linke Abwehrseite hervorragend besetzt. Thorgan Hazard (​Borussia Mönchengladbach) soll Christian Pulisic (​FC Chelsea) vergessen machen. 


Mit Julian Brandt (​Bayer 04 Leverkusen) hat sich der BVB einen weiteren und jungen Nationalspieler zum Schnäppchenpreis von 25 Millionen Euro gesichert. Mit der Rückkehr von Mats Hummels wurde auch die Suche nach einem erfahrenen Innenverteidiger, welcher der Defensive vor allem bei Standardsituationen mehr Stabilität verleihen soll, beendet. Mit Mateu Morey (​FC Barcelona) hat der Vizemeister zudem ein vielversprechendes Abwehr-Talent verpflichtet.


Transferausgaben: 127,5 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de)


Juventus Turin

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Der italienische Serienmeister hat sich in den letzten Jahren auch einen Namen als Sparfuchs gemacht und einige prominente Spieler ablösefrei verpflichtet. In diesem Sommer wechselten Aaron Ramsey (Bild, ​FC Arsenal), Adrien Rabiot und Juve-Legende Gianluigi Buffon (beide Paris Saint-Germain) zum Nulltarif nach Turin.


Die etwas in die Jahre gekommene Innenverteidigung wurde mit Merih Demiral (US Sassuolo) verstärkt. Der 21-Jährige bringt ausreichend Qualität mit, um bei der Alten Dame Fuß zu fassen. Neben dem türkischen Nationalspieler verpflichteten die Bianconeri ein weiteres vielversprechendes Talent. 22 Millionen Euro ließ sich der Meister die Dienste des Linksverteidigers Luca Pellegrini (AS Rom) kosten. Zudem steht Cristian Romero vom FC Genua bereits in den Startlöchern.


Transferausgaben: 40 Millionen Euro


FC Sevilla

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Die Andalusier haben bislang acht Neuzugänge an Land gezogen und sich dabei mit einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern verstärkt. Mit Luuk de Jong (l., PSV Eindhoven, 32 Treffer) und Munnas Dabbur (r., RB Salzburg, 37 Treffer) wechselten zwei routinierte Mittelstürmer nach Sevilla, die in der letzten Saison fast nach Belieben trafen.


In der Defensive hingegen verpflichtete der spanische Erstligist überwiegend junge Spieler (Maximilian Wöber/Ajax Amsterdam & Sergio Reguilon/Real Madrid) mit reichlich Entwicklungspotenzial, unter denen sich auch der französische U20-Nationalspieler Jules Koundé von Girondins Bordeaux wiederfindet. Mit 25 Millionen Euro Ablöse war der Innenverteidiger zudem der teuerste Neuzugang.


Transferausgaben: 107 Millionen Euro


Atletico Madrid

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Die Rojiblancos mussten in diesem Sommer die Abgänge einiger Leistungsträger (Lucas Hernandez, Rodri & Diego Godin) verkraften, was dem Vizemeister bislang knapp 200 Millionen Euro in die Kassen spülte. ​Superstar Antoine Griezmann steht ebenfalls vor dem Absprung zum FC Barcelona. 120 Millionen Euro würde der Verkauf des Weltmeisters einspielen.


Dem Hauptstadtklub ist es bislang sehr gut gelungen, die entstandenen Lücken im Kader zu schließen. Mit Felipe (IV) und Hector Herrera (ZM) wurden zwei wichtige Leistungsträger des FC Porto verpflichtet. Vom Stadtrivalen kam mit Marcos Llorente ein noch relativ junger Sechser, dem bei Atletico der große Durchbruch gelingen könnte. Neben Brasilien-Youngster Renan Lodi (Club Athletico Paranaense) schnappte sich der Hauptstadtklub auch Top-Talent Joao Felix (Benfica Lissabon) für 126 Millionen Euro. 


Transferausgaben: 196 Millionen Euro


Real Madrid

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Was der Stadtrivale kann, kann ​Real Madrid schon lange. Nach einer sehr enttäuschenden Saison ohne Titel wurde bei den Königlichen bislang mächtig investiert - aber dafür sinnvoll. Mit Eden Hazard vom FC Chelsea wurde (mit einjähriger Verspätung) der Nachfolger von Cristiano Ronaldo verpflichtet - zudem kam Shootingstar Luka Jovic aus Frankfurt, der langfristig das Sturmzentrum der Madrilenen besetzen soll.


Eder Militao (FC Porto) und Ferland Mendy (Olympique Lyon) sollen frisches Blut in die Defensive bringen, die im letzten Jahr häufig überfordert schien. Und dann ist da ja auch noch Rodrygo (FC Santos), der in Brasilien als 'the next big thing' gilt.


Transferausgaben: 303 Millionen Euro


Ajax Amsterdam

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Nach den grandiosen Auftritten in der Champions League ist der große Ausverkauf bei Ajax Amsterdam bislang noch ausgeblieben. Mit Frenkie de Jong (FC Barcelona) brach erst ein Leistungsträger seine Zelte beim niederländischen Meister ab. Kapitän Matthijs de Ligt wird sich in absehbarer Zeit ebenfalls verabschieden und voraussichtlich zu Juventus Turin wechseln. 


In Sachen Neuzugänge blieb Amsterdam seiner Linie treu und setzte verstärkt auf junge Spieler mit viel Entwicklungspotenzial. Der Rekordmeister ist dafür bekannt, dass er aus Talenten herausragende Spieler formen kann. Neben dem niederländischen U21-Schlussmann Kjell Scherpen (FC Emmen) wurde auch U19-Nationalspieler Kik Pierie (SC Heerenveen) verpflichtet. Hinzu kommt mit Lisandro Martinez ein 21-jähriger Innenverteidiger aus Argentinien. Lüttich-Shootingstar Razvan Marin und der niederländische Nationalspieler Quincy Promes (FC Sevilla) bringen bereits deutlich mehr Erfahrung mit.


Transferausgaben: 41,2 Millionen Euro