​Dass Profi-Fußball ein zwar gut bezahltes, aber mitunter auch knallhartes Geschäft ist, bekommt man eigentlich jedes Jahr zu dieser Zeit vorgeführt: Vereine sortieren ihre Spieler aus und sind bisweilen in der Art ihrer Mittel, dies zu kommunizieren, alles andere als zimperlich. Das muss auch eine kleine Trainingsgruppe bei der ​SG Eintracht Frankfurt feststellen.


Nicolai Müller, Felix Wiedwald, Marijan Cavar, Jetro Willems und Marc Stendera gehören zu den Spielern, auf die Eintracht-Coach ​Adi Hütter in Zukunft nicht mehr baut. Und das ist auch optisch sichtbar: schon bei der Anreise zum Trainingslager in der Schweiz passten nicht alle Spieler des Kaders in den Bus. Also mussten Müller und Wiedwald in einem gesonderten Shuttle-Bus zum Flughafen. 

Nicolai Mueller

Nicolai Müller gehört zu den Spielern mit wenig Aussichten bei der SGE


Doch bei der folgenden Trainingseinheit wurde es richtig demütigend für die Aussortierten: Beim abschließenden Spiel Elf gegen Elf beorderte Hütter seine Wechselkandidaten auf den Nebenplatz. Danach mussten sie Runden um den Platz laufen, auf dem ihre Kollegen gerade spielten. 


Hütter dazu gegenüber der Bild: "Ich kann nur Zehn gegen Zehn auf dem Feld spielen lassen und wir haben 25 bis 26 Leute. Da muss man halt einige wegtun. Und wir haben natürlich eher die Spieler laufen lassen, mit denen man nicht mehr so plant." 


Etwas flappsig formuliert, aber so ist er halt, der Profi-Fußball.