​​Neymar ist sicherlich der prominenteste Name, der momentan auf dem Transfermarkt gehandelt wird. Ein Verbleib beim französischen Meister Paris St. Germain ist seit dieser Woche in weite Ferne gerückt. Doch wohin geht Neymar? 


Seit der Ankündigung von PSG-Sportdirektor Leonardo ("Neymar kann PSG verlassen, wenn es ein Angebot gibt, das für alle passt") ist klar: die Franzosen legen dem Spieler keine Steine mehr in den Weg. Neymar darf also gehen! Lange schien es ausgemacht, dass der Brasilianer wieder zurück zu seiner alten Wirkungsstätte nach Barcelona zurückkommt. Barças Spieler, vor allem die Wortführer um Messi, Suárez und Piqué, sollen sich innerhalb des Klubs schon für eine Rückholaktion ausgesprochen haben. Doch die wird teuer. 


Vor zwei Jahren ließen sich die Katalanen den Weggang ihres Cracks mit 222 Millionen Euro versüßen. Bis heute der Weltrekord in Sachen Ablösesummen. 


Diesen Betrag gedenken sie in keinem Fall zu zahlen. Nach Meinung der Verantwortlichen bei Barça hat der Spieler seit seinem Weggang aus Barcelona an Wert eingebüßt. Er wird von ihnen auf etwa 200 Millionen Euro taxiert. Dies ist aber immer noch zu viel für die Spanier, die den Preis in jedem Fall drücken wollen. Auch die Verrechnung mit Spielern (Rakitic, Umtiti) wurde PSG schon angeboten. 


Klar ist auf jeden Fall: selbst wenn der Preis gedrückt werden könnte, müsste Barcelona vorher verkaufen. Schließlich will man ja auch noch Griezmann in die Hafenmetropole locken. Da sind Verkäufe von Abgangskandidaten wie Coutinho, Malcom und Dembélé unabdingbar. Problem: bislang haben sich, bis auf den FC Bayern mit einer losen Anfrage bezüglich des Franzosen, keine Interessenten gemeldet. 


In dieser Gemengelage sieht nun Barças Erzrivale, ​Real Madrid, seine Chance gekommen. Dort lebt man seit dem Abschied von Cristiano Ronaldo in einer post-galaktischen Depression. Der Traum von Klub-Chef Florentino Pérez wäre ein Schlag auf den Tisch, wie man es seinerzeit mit Luís Figo, Zinédine Zidane oder David Beckham vorexerziert hat. Für Pérez ist selbst der Name Eden Hazard nicht galaktisch genug, um allein die Illusionen von Millionen Real-Fans zu nähren. Ein Galaktischer muss also her. 

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Wohin führt Neymars Weg?



Zwar hat man auch Pogba auf dem Zettel, aber einen mediatisch wirklich nachhaltigen Transfer würde wohl aktuell nur ein Neymar-Kauf abgeben. Oder Mbappé, der aber zur Zeit wohl definitiv nicht zu kriegen ist. Es sei denn, man macht jetzt an der Avenida Concha Espina ganz verrückte Sachen...


Es bahnt sich somit ein Tauziehen um Neymar an. Zwar ist ein Großteil der Real-Fans eher skeptisch gegenüber dieser Personalie. Schon die Tatsache, dass Neymar 2013 dem Erzrivalen den Vorzug gab, war für viele Merengues ein unverzeihlicher Affront. Und auch der Spieler selbst hat immer von seinem Traum gesprochen, wieder zurück nach Barcelona zu kehren und mit seinen alten Buddys zusammenzuspielen. Doch bei einem entsprechend "königlichen" Angebot aus Madrid, kann man sich eigentlich gut vorstellen, dass der Brasilianer dann auf einmal "schon immer in Real-Bettwäsche" geschlafen haben will. 


Dennoch stehen die Chancen für Real relativ gering, Neymar ins Bernabéu-Stadion zu locken. Doch das hat man damals bei Zidane, Figo und Beckham auch gesagt...