"Wenn Sie wüssten, was wir schon alles sicher haben für die neue Saison..." Mit dieser Aussage in der Sport1-Sendung 'Doppelpass' sorgte Uli Hoeneß bereits im Februar für Aufsehen - und für große Erwartungen unter den Bayern-Fans. Doch seitdem kam nicht viel. Die Sport Bild weiß, wen Hoeneß mit dieser Aussage meinte.


​Die Transferbemühungen des FC Bayern schreiten derzeit nur langsam voran. Zwar ist der Transfermarkt fairerweise noch knapp zwei Monate geöffnet, doch die meisten Anhänger des deutschen Rekordmeisters hätten gerne schon jetzt gewusst, welche (Offensiv-)Stars denn noch an die Säbener Straße wechseln. Erst recht nach Hoeneß' vollmundiger Ansage, die Hunger auf mehr gemacht hat.


Die Sport Bild berichtet nun, an welche Spieler Hoeneß gedacht hatte, als er diese Aussage traf. Zum einen wäre da Lucas Hernandez, der kurze Zeit später tatsächlich offiziell als Neuzugang des ​FC Bayern vorgestellt wurde. Für 80 Millionen Euro ist der Franzose zwar kein Schnäppchen, dennoch konnten die Münchener mit diesem Transfer mal ein echtes Ausrufezeichen auf dem ​Transfermarkt setzen. 


Der zweite Spieler, den Hoeneß damals im Sinn hatte, war laut des Sportmagazins Timo Werner. Der Bayern-Präsident wähnte den deutschen Nationalspieler schon als "sicheren" Neuzugang für den Sommer - doch passiert ist bislang nichts. Zwar soll man sich mit dem Spieler längst über einen Wechsel einig sein, doch dessen Verein RB Leipzig stellt sich quer und fordert eine (aus Bayern-Sicht übertrieben) hohe Ablöse für den Angreifer, der im nächsten Jahr ablösefrei wechseln könnte.


Bayerns derzeitige Offensiv-Optionen 
Serge Gnabry​​Rechtsaußen
​Kingsley Coman​Linksaußen
​Alphonso DaviesLinksaußen​
​Thomas Müller​Hängende Spitze
​Robert Lewandowski​Mittelstürmer
​Jann-Fiete Arp​Mittelstürmer


An genau diese beiden Personalien soll Hoeneß also gedacht haben, als er im Februar vor laufenden TV-Kameras so vollmundige Aussagen traf, dass man dachte, der FC Bayern hätte bereits drei oder vier Hochkaräter sicher. Dazu muss man sich ins Gedächtnis rufen, dass der Hernandez-Transfer zum damaligen Zeitpunkt keineswegs auch dem Nichts kam, sondern schon im Dezember ein heißes Thema war. 


Betrachtet man die Realität, muss man bislang leider sagen: "Große Klappe, nix dahinter, lieber Uli." Nun hat er (zusammen mit Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic) noch acht Wochen Zeit, um die Spötter eines Besseren zu belehren. 


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