​​Eintracht Frankfurt hält in diesem Sommer erstmals ein Trainingslager in der Schweiz ab. Seit Sonntag bereitet Cheftrainer Adi Hütter seine Mannschaft in Thun auf die kommende Saison vor. Für Leihrückkehrer Daichi Kamada hatte der Übungsleiter nach den ersten Trainingseinheiten ein Sonderlob übrig. 


Kamada verließ im Sommer 2017 sein Heimatland und wechselte für 1,6 Millionen Euro Ablöse in die Bankenmetropole. In seiner ersten Saison hatte der Japaner keinen einfachen Stand und bestritt lediglich vier Pflichtspiele. Ende August 2018 ging es für den 22-Jährigen per Leihe zum belgischen Erstligisten VV St. Truiden, wo er seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellte. In 36 Pflichtspielen war der Youngster an 25 Treffern (16 Tore/neun Vorlagen) direkt beteiligt. Nach einer starken Saison in Belgien wagt der offensive Mittelfeldspieler nun den zweiten Anlauf in Frankfurt. 


Hütter attestierte dem Rückkehrer bislang gute Trainingsleistungen. "Er gibt ein ganz anderes Bild als letztes Jahr ab", wird der Österreicher vom kicker zitiert. "Er präsentiert sich anders, ist physisch in besserer Verfassung, auch von der Ausstrahlung her. Ich möchte ihn weiter beobachten", betonte der SGE-Coach. Angesichts der zahlreichen Konkurrenten im Mittelfeld wird es für Kamada allerdings alles andere als einfach, sich einen festen Platz im Kader zu erkämpfen. 

Im Trainingslager am Thunersee wollen die Hessen laut Sportvorstand Fredi Bobic den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen. "Wir werden bis zum ersten Pflichtspiel nicht viele Spiele haben. Deshalb werden wir alles daran setzen, dass wir dieses erste Trainingslager optimal nutzen", wird der 47-Jährige auf der vereinseigenen Homepage zitiert. "Wir sind eine große Gruppe mit einigen neuen Spielern. Entsprechend wird es spannend sein, ​wer sich in dieser Zeit anbieten kann", so Bobic. Ob Kamada zu den großen Gewinnern des Trainingslagers zählen wird, bleibt abzuwarten.