​Der ​VfB Stuttgart hat in diesem Transfersommer bereits an einigen Stellschrauben gedreht. Teil der Neujustierung im VfB-Kader war dabei ein munteres Wechselspiel zwischen den Pfosten. Nach dem Abgang von Ron-Robert Zieler galt bislang Neuzugang Gregor Kobel als designierte neue Nummer Eins. Aber auch ​Fabian Bredlow, ebenfalls frisch verpflichtet, hat ambitionierte Ziele formuliert.


Während Kobel zunächst ​für ein Jahr von der TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehen wurde, hat sein 24-jähriger Konkurrent in Franken alle Zelte abgebrochen - Bredlow wechselte für die Ablösesumme von 300.000 Euro fest an den Neckar. 


In einem Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung erklärte der gebürtige Berliner, dass ihm diese Entscheidung nicht wirklich schwer gefallen sei, schließlich habe er beim FCN kaum Aussichten gehabt, an Stammtorhüter Christian Mathenia vorbeizukommen. Darüberhinaus handele es sich beim VfB noch immer um einem Klub mit einem guten Ruf.


"Ich habe natürlich den Anspruch zu spielen"


"Nürnberg wollte mich zwar halten, aber ich hatte das Gefühl, dass es für meine persönliche Entwicklung besser ist, zu wechseln. Ich habe natürlich den Anspruch zu spielen und die Chance dazu habe ich in Nürnberg einfach nicht so gesehen wie jetzt hier beim VfB", so Bredlow. Nach der Rückkehr von Ron-Robert Zieler zu Hannover 96 und dem dadurch vakant gewordenen Posten im Stuttgarter Gehäuse, starten nach Ansicht von Bredlow im Ländle alle Torhüter nun gemeinsam bei Null.


Dabei habe er bereits zum Zeitpunkt seiner Vertragsunterschrift gewusst, dass ein weiterer Keeper verpflichtet wird. Obwohl sich der neue Cheftrainer Tim Walter noch auf keinen Stammkeeper festlegen wollte und selbst Ersatzkeeper Jens Grahl sich daher noch leichte Außenseiterchancen ausrechnet, empfindet Bredlow das Verhältnis der drei Schlussmänner untereinander als sehr gut. Offen gegeneinander ins Feld zu ziehen, mache laut Bredlow für Torhüter schließlich ohnehin keinen Sinn, da man in vielen Trainingseinheiten voneinander abhängig ist.

Gregor Kobel

Auch Gregor Kobel rechnet sich beim VfB gute Chancen aus



Mit dem ​neuen VfB-Torwarttrainer Uwe Gospodarek arbeitet das Trio dabei mit einem laut Bredlow sehr fleißigen Übungsleiter zusammen, der von seinen Schützlingen viel verlangt. Auch Walter habe genaue Vorstellungen, was er sich von seiner neuen Nummer Eins erwarte. "Der Trainer will hier mutigen Fußball sehen. Wir müssen mitspielen, immer anspielbereit sein, hoch stehen, ständig verschieben. Und natürlich sollen wir Bälle halten und ab und an mal eine Flanke runterpflücken", so der 1,90-Meter-Hüne. 


Allzu lange dürfte der neue VfB-Coach in Absprache mit Gospodarek die vorläufige Entscheidung wohl nicht mehr herauszögern. Bis zum Saisonstart gegen Hannover 96, und damit ausgerechnet gegen Zieler, sind es schließlich nicht einmal mehr drei Wochen. Bleibt für Bredlow nur zu hoffen, dass er seinen Bankplatz in Nürnberg nicht am Ende gegen einen Bankplatz in der baden-württembergischen Landeshauptstadt eingetauscht hat.