​Der ​1. FC Köln konnte sich in der vergangenen Zweitligasaison zwar gegen die zahlreichen Mitbewerber um den Aufstieg durchsetzen und schlussendlich gar die Meisterschaft erringen, dennoch schraubten die Klubverantwortlichen rund um ​Sport-Boss Armin Veh in diesem Sommer bereits an einigen Stellschrauben. Nach Ansicht des erfahrenen Funktionärs zahlen sich die ersten Anpassungen bereits langsam aus.


Da der Effzeh im Schlussspurt der vergangenen Spielzeit die Puste zu verlieren drohte, entschloss man sich dazu den bisherigen Cheftrainer Markus Anfang zu entlassen. Nach einer kurzen Interimslösung übernahm vor wenigen Wochen der ​neue Coach Achim Beierlorzer das Ruder. Wie Veh in einem Interview mit der BILD nun erläuterte, scheint sich der Trainerwechsel bereits ausgezahlt zu haben.

Armin Veh

Armin Veh muss beim Effzeh das große Ganze im Blick behalten


Auf die Frage, wie der erfahrene Fußballfachmann die bisherige Saisonvorbereitung einschätze, stellte der gebürtige Augsburger fest, dass sich im Vergleich zur Vor-Saison zumindest "gefühlsmäßig" eine positivere Stimmung rund ums Geißbockheim eingestellt habe. "Es geht emotionaler zu. Man merkt den Spielern die Vorfreude an", so der 58-Jährige. Zwar räumte Veh ein, dass dies mit Sicherheit auch auf die veränderten Vorzeichen zurückzuführen ist, schließlich sei man gerade erst aufgestiegen und müsse nicht wie im Jahr zuvor einen bitteren Abstieg verdauen. Natürlich sei aber auch das Trainerteam für die positive Atmosphäre verantwortlich.


Dabei lobte der Geschäftsführer Sport die soziale Kompetenz seines neuen Übungsleiters und unterstrich, wie viel Wert der neue Coach auf Kommunikation lege. Bereits nach dem ersten Gespräch mit Beierlorzer sei er sich daher sicher gewesen, dass der 51-Jährige der richtige Mann für die Kölner ist: "Nach unserem ersten Treffen hatte ich direkt das Gefühl, dass ich mit keinem anderen mehr reden muss. Das war natürlich auch ein bisschen Bauchgefühl. Das hat sich bis heute bestätigt."


Bis zum Saisonstart werden Trainer und Mannschaft noch eine Menge zu tun haben. Ein wichtiger Punkt soll dabei laut Veh die Verbesserung der mannschaftlichen Geschlossenheit sein. Um die Ziele für die kommende Saison zu erreichen, sei es unabdingbar, dass die Mannschaft als Team auftrete. "Dass die Jungs nicht nur davon sprechen, sondern das auch leben. Nicht nur in den Spielen, auch außerhalb des Platzes. Es macht in jedem Job einen Unterschied, ob man glücklich zur Arbeit erscheint. Da haben wir ein wenig Nachholbedarf", so der starke Mann beim Effzeh.

Achim Beierlorzer

Achim Beierlorzer sorgt in Köln für Aufbruchstimmung


Nach Ansicht des mit allen Wassern gewaschenen Funktionärs, befindet sich das Team jedoch bereits auf einem guten Weg und daher meint Veh erkannt zu haben, dass in der Mannschaft der Kölner derzeit "etwas Positives passiert". Freuen würden sich die Anhänger des Aufsteigers freilich aber wohl auch noch über die ein oder andere nominelle Verstärkung. Doch obwohl die Mitaufsteiger SC Paderborn und Union Berlin auf dem Transfermarkt bereits mächtig Alarm gemacht haben, lässt sich der ehemalige VfB-Coach nicht aus der Ruhe bringen, schließlich handele es sich bei den Kölnern um "keinen normalen" Aufsteiger.


Vielmehr habe man den Kader bereits in der Vor-Saison auf eine Rückkehr in die Bundesliga ausgelegt. Dass die Kölner dennoch gerne noch etwas nachrüsten wollen, ist längt bekannt. Da der Transfermarkt aufgrund der finanzkräftigen Klubs aus England derzeit sehr aufgeladen daher kommt, ​gilt es aber Ruhe zu bewahren. "Allerdings ergeben sich so auch für die abgebenden Vereine andere Möglichkeiten, weil sie Spieler teurer verkaufen können. Es ist also nicht alles negativ", bleibt Veh unter dem Strich weiter hoffnungsvoll.