Jetzt gehen die Verhandlungen in die heiße Phase. Schalke will Alexander Nübel weiterhin halten und ihn länger an den Verein binden, dazu gibt es nun das Angebot seitens S04 an den U21-Nationaltorwart. Nübels Vertrag läuft im nächsten Jahr aus, sodass seine nun folgende Entscheidung sowohl für S04, als auch für ihn wegweisend sein kann.


Mit Alexander Nübel hat ​Schalke 04 eins der meist gefragten jungen Torwart-Talente unter Vertrag. Bereits in der Hinrunde der letzten Saison musste er teilweise die eigentliche Nummer Eins der Schalker, Ralf Fährmann, ersetzen. Zur Rückrunde wurde Nübel von Domenico Tedesco zum neuen Stammtorhüter befördert - Fährmann habe seinen Kopf nicht ganz frei, während Nübel befreit aufspielen könne. 


Bereits zu diesem Zeitpunkt hätte der damalige Sportvorstand Christian Heidel den Vertrag verlängern sollen bzw. müssen, finden die meisten S04-Fans. Da eine vorzeitige Verlängerung jedoch versäumt wurde und sich der gebürtige Paderborner auf dem Platz präsentieren konnte, steht man auf Schalke nun vor einer kniffligen Situation. Nur noch ein Jahr Vertrag, dazu viele interessierte Klubs, zum Beispiel der ​FC Bayern


​Schalkes Neuzugänge im Überblick
Ozan Kabak (VfB Stuttgart)​15 Mio. Euro​
​Benito Raman (Fortuna)​13 Mio. Euro
​Markus Schubert (Dynamo)ablösefrei​
​Jonjoe Kenny (FC Everton)Leihe​


Natürlich möchten ihn die Gelsenkirchener weiterhin halten. Das Angebot zur Vertragsverlängerung sieht zunächst vor, das 2020 auslaufende Arbeitspapier bis 2023 zu verlängern, also um drei Jahre. In diesem neuen Vertrag soll laut Bild zusätzlich eine optionale Ausstiegsklausel ab dem Jahr 2021 enthalten sein. Dazu natürlich eine ordentliche Gehaltserhöhung für den 22-Jährigen. 


Wie weiter berichtet wird, setze sich Nübel schon jetzt, vor seiner Rückkehr in die Saisonvorbereitung des S04 (soll zum 18. Juli wieder dabei sein), mit seiner Familie bezüglich seiner Planungen auseinander. Im Gegensatz zu Leon Goretzka soll der Torwart auch schnell auf beiden Seiten für Klarheit sorgen wollen, damit sowohl er, als auch der Verein ordnungsgemäß planen und Vorbereitungen treffen können.

Alexander Nubel

Wusste schnell zu überzeugen - Alexander Nübel



Sollte man mit diesem Angebot eine Übereinkunft finden, hätte man Nübel zumindest bis 2021 an sich gebunden, also noch ziemlich sichere zwei Spielzeiten. Dann könnte er per installierter Klausel den Verein verlassen - Schalke würde noch eine Ablöse generieren und zudem die Nummer Eins halten können. Wenn es allerdings nicht zur Vertragsverlängerung kommen sollte, bestünde noch die Möglichkeit, bei einem attraktiven Angebot noch in diesem Sommer einen Wechsel anzustreben. Dann würden sich die Verantwortlichen noch nach einem weiteren Torhüter umsehen, der neben ​Neuzugang Markus Schubert für eine gesicherte Defensive sorgen soll. 


Bei der eventuell ausbleibenden Verlängerung und keinem vorzeitigen Abschied würde Nübel jedoch nicht degradiert oder gar auf die Tribüne verbannt werden. Dazu gelte er intern als sportlich zu wichtig. Man müsste in diesem Fall noch einmal in den sauren Apfel beißen, und einen wertvollen (jungen) Spieler ablösefrei ziehen lassen - das, was Jochen Schneider ab sofort durch eigenes Tun mit eigenen Verträgen verhindern möchte. 


Es bleibt offen, wie sich Alex Nübel entscheidet. Nachdem ​Ralf Fährmann verliehen wurde, könnte es also auch ohne Einigung zur Abmachung kommen, dass er dennoch in der kommenden Saison das Schalker Tor hüten wird. Allerdings wird man ein vorzeitiges, gutes Angebot nicht einfach ausschlagen. Gut für alle Seiten: Auch Nübel selbst will das Thema schnell klären.