​Der ​FC Bayern München will in der kommenden Saison nicht nur die deutsche Meisterschaft verteidigen, sondern auch in der Champions League wieder voll angreifen. Neben den bereits getätigten Transfers für die Defensive, möchte der Rekordmeister daher auch gerne in der Offensive nachlegen. Hetzen lassen wollen sich die Bayern-Bosse dabei nicht. Kicker-Zitat Uli Hoeneß: "Die Aufgabe ist, am 3. August zum Supercup eine gute Mannschaft zu haben; nicht Anfang oder Mitte Juli."


Hatte der meinungsstarke Klubpräsident noch vor wenigen Worten vollmundig der nationalen und internationalen Konkurrenz mit der sinngemäßen Aussage gedroht, dass man sich schon noch umschauen werde, ​wen die Bayern bereits alles an der Angel haben, scheint auch der erfahrene Funktionär mittlerweile längst erkannt zu haben, dass den Münchnern in diesem Transfersommer etwas Zurückhaltung gut zu Gesicht steht. Die Zeiten, in denen die Bayern nur mit den Finger schnipsen mussten um einen Wunschspieler an die Säbener Straße zu teleportieren, sind schließlich längst Geschichte.


Die Anzahl derjenigen Spieler, die auf der Wunschliste der Münchner stehen, fällt dem Vernehmen nach dennoch recht üppig aus. Längst öffentlich bestätigt, ist dabei das Interesse am deutschen Nationalspieler Leroy Sane. Der Flügelflitzer in Diensten von Manchester City war in der abgelaufenen Spielzeit unter Startrainer Pep Guardiola längst nicht immer die erste Wahl und liebäugelt daher seit Wochen mit einer Luftveränderung. Ob die Bayern dabei für den 23-Jährigen eine Option sind, will der Shootingstar - so ist aus dessen Umfeld zu vernehmen - noch in dieser Woche entscheiden.

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Leroy Sane fand sich zuletzt recht häufig auf der Ersatzbank wieder


Doch selbst wenn der Daumen des ehemaligen Schalkers nach oben zeigen sollten, müssten sich die Bayern freilich erst noch mit den Citzens einigen. Dabei müssten sie bis an ihre Schmerzgrenze und eigentlich sogar weit darüber hinaus gehen und eine Summe an der Grenze zum dreistelligen Millionenbereich locker machen. Sollte ein Sane-Deal schlussendlich nicht zustande kommen, ist laut dem kicker auch ​Barca-Star Ousmane Dembele ein Thema. Rein sportlich wäre der Ex-Dortmunder mit Sicherheit ein großer Gewinn, in Sachen Disziplin und Zuverlässigkeit ließ der Franzose aber auch bei den Katalanen bislang noch viel Luft nach oben.


RB Leipzigs Torjäger Timo Werner soll angeblich in dieser Transferperiode noch keine Rolle spielen. Vielmehr wollen sich die Bayern geduldig zeigen und den deutschen Nationalspieler erst im nächsten Sommer, dann ablösefrei, ins Boot holen. Chelsea-Youngster Callum Hudson-Odoi, der Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic bereits so manche schlaflose Nacht bescherte, soll ebenfalls erst im kommenden Sommer attackiert werden. Einfacher dürfte es dann aber nicht werden, schließlich soll der neue ​Chelsea-Coach Frank Lampard ebenfalls große Stücke auf den Offensivspieler halten.


Da mit Arjen Robben und Franck Ribery in diesem Sommer aber zwei echte Bayern-Legenden Servus gesagt haben und den Münchnern so zwei Flügelspezialisten abhanden gekommen sind, soll diese Vakanz in den kommenden Wochen wieder ausgefüllt werden. Winter-Neuzugang Alphonso Davies, so berichtet der kicker, ist dafür nicht vorgesehen, plant Bayern-Coach Niko Kovac dem Fachmagazin zufolge den Youngster doch in Zukunft eher als Backup für die linke Defensivseite ein.


Anstatt also bereits auf vorhandenes Personal zu setzen, sollen die Bayern neuerdings die Fühler nach Cengiz Ünder ausgestreckt haben. Der 21-jährige Türke kann auf eine starke Saison im Trikot der AS Rom zurückblicken und ballerte sich mit elf Torbeteiligungen auf die Wunschzettel einiger internationaler Schwergewichte. Da der Vertrag des türkischen Nationalspielers bis zum Sommer 2022 datiert ist, wird sein Marktwert derzeit auf rund 35 Millionen Euro taxiert.


Auch der Name Steven Bergwijn geistert schon seit längerer Zeit durch die Medien. Der 21 Jahre alte niederländische Nationalspieler steht bei PSV Eindhoven unter Vertrag. Wie Ünder wäre aber auch Bergwijn nicht der eigentlich gesuchte Spieler aus dem "oberen Regal".

Cengiz Under

Cengiz Ünder gilt als größtes Talent des türkischen Fußballs


Last but not least, macht angeblich aktuell auch der Name Benjamin Henrichs in der bayrischen Landeshauptstadt die Runde. Der ehemalige Leverkusener wechselte im vergangenen Sommer für stolze 20 Millionen Euro zu der AS Monaco, wusste wie der Rest des krisengebeutelten Klubs aber zuletzt nicht wirklich zu überzeugen. Talentiert ist der 22-jährige Rechtsverteidiger zweifelsohne, ein ernsthaftes Interesse seitens der Bayern käme aufgrund seiner zuletzt erbrachten Leistungen aber doch recht überraschend.


Abschließend sollte man selbstverständlich auch potenzielle Abgänge der Münchner nicht außer Acht lassen. Immer wieder kommt dabei der Name Jerome Boateng auf. Nach dem überraschenden Hummels-Transfer, könnte der Ex-Nationalspieler bei den Münchnern in einer Art Limbo gefangen sein, zumal für den Innenverteidiger bislang noch keine lukrativen Angebote ins Haus geflattert sind. 


Anders sieht es da bei Renato Sanches aus. An Interessenten für den jungen Portugiesen mangelt es offenbar nicht. Noch zögern die Bayern aber mit der Entscheidung, ob sie den einst als großen Hoffnungsträger verpflichteten Mittelfeldspieler wirklich endgültig ziehen lassen möchten.