Mit dem Durchbruch bei Borussia Dortmund, einer vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2022 sowie dem Debüt bei der englischen Nationalmannschaft liegt hinter Jadon Sancho eine ereignisreiche Saison 2018/19. Der Shootingstar wird angeblich von vielen Klubs umworben, der BVB aber will den Wirbelwind keineswegs abgeben. Auch für Wayne Rooney ist klar: Voreilig sollte Sancho Dortmund keineswegs verlassen.


Die Ablösesumme über umgerechnet rund acht Millionen Euro, die der BVB vor zwei Jahren in Jadon Sancho investierte, zahlte sich schon früh in der Saison aus. Nach 21 Einsätzen im Vorjahr stand der 19-Jährige unter Lucien Favre in 43 von 45 Pflichtspielen auf dem Platz, war an 32 Toren direkt beteiligt und katapultierte seinen Marktwert binnen weniger Monate in extreme Höhen.


Immer wieder wird Sancho mit Manchester United in Verbindung gebracht, auch Real Madrid wurde zwischenzeitlich als potentieller Abnehmer gehandelt. Fakt ist aber, dass die Verantwortlichen ihr Juwel nicht ziehen lassen wollen - für keine Summe der Welt. Eine Ausstiegsklausel gibt es nicht, weshalb Sportdirektor Michael Zorc unmissverständlich erklärte: "Jadon wird auch nächstes Jahr für den BVB spielen."


In England wird Sancho immer wieder als Paradebeispiel für verheißungsvolle Talente genommen, die in der Premier League keine Chance auf regelmäßige Spielpraxis haben. Bereits im Oktober debütierte er unter Gareth Southgate bei der Nationalmannschaft, seither wird sein Werdegang genauestens beobachtet. So freute sich Wayne Rooney, der mittlerweile für D.C. United in den USA spielt, gegenüber BILD am Sonntag: "Es macht Spaß, ihm zuzusehen, er macht sich wirklich gut beim BVB."

Wayne Rooney

 Wayne Rooney, einstiger Torjäger bei Manchester United, rät Jadon Sancho von einem Wechsel ab.


​Für den 33-Jährigen ist klar: Sancho sollte nicht zu früh den Sprung zu einem noch größeren Verein wagen. "Dortmund ist ein toller Verein mit tollen Fans. Man setzt dort auf junge Spieler. Das sieht man auch bei Sancho, man kann den Fortschritt erkennen, den er in den letzten zwölf Monaten gemacht hat", so Rooney, der betont, wie wichtig Spielpraxis für Spieler in diesem Alter ist: "Jetzt muss er sich die Frage stellen, ob er die Spielzeit, die er in Dortmund bekommt, auch bekäme, wenn er nach England wechselt. Oder würde er dort nur auf der Bank sitzen? Spielzeit ist so wichtig für einen jungen Spieler wie Jadon. Wenn er in Dortmund die meiste Spielzeit bekommt, soll er dort bleiben."


Dass Sancho nach der erfolgreichen Saison, in der die Mannschaft von Lucien Favre nur knapp die Meisterschaft verpasste, eine neue Herausforderung annehmen wird, ist auch ohne der klaren Statements der sportlichen Leitung kaum denkbar. Zur neuen Saison will der Klub wieder um die Meisterschaft spielen und sich auch im DFB-Pokal und der Champions League keineswegs verstecken. Für Jadon Sancho, der in den Planungen des Trainers als Stammspieler gesetzt ist, ist der BVB der ideale Verein, um die nächsten Schritte in seiner Entwicklung zu machen.