Lange war es beim ​1. FC Union Berlin nach dem gelungen Aufstieg in die Bundesliga recht ruhig geblieben. Am vergangenen Donnerstag sorgten die Eisernen mit der ​Verpflichtung von Neven Subotic jedoch für einen echten Paukenschlag. Der ehemalige Dortmunder erläuterte nun, wie es zu diesem Transfercoup kommen konnte.


In einem Gespräch mit der BILD zeigte sich der 30-Jährige dabei regelrecht euphorisch und kam bei seinem neuen Arbeitgeber direkt ins Schwärmen. Der Innenverteidiger offenbarte im Laufe des Gesprächs, dass er in der Vorwoche in die Hauptstadt gereist war und sowohl mit Union-Coach Urs Fischer, als auch mit Sportdirektor Oliver Ruhnert persönliche Gespräche geführt habe. "Da wurde das Gefühl bestätigt, dass sich im Vorfeld entwickelt hat. Hier wird mit ganzem Herzen gespielt. Das hat mich überzeugt​", so der 36-fache serbische Nationalspieler.

Neven Subotic

Insbesondere in seiner Zeit beim BVB galt Subotic als absoluter Teamplayer



Besonders beeindruckt, ist der Ex-Borusse von der großen mannschaftlichen Geschlossenheit der Mannschaft aus Köpenick: "Ich habe aus den Gesprächen herausgehört, dass alle an einem Strang ziehen. Es gibt keinen, der den Helden macht." Vergleiche mit seinen persönlichen Glanzzeiten unter BVB-Coach Jürgen Klopp liegen dabei auf der Hand und so untermauerte auch Subotic selbst, dass bei Union wirklich die Mannschaft der Held sei. "Ich bin ein Arbeiterkind. Ich hatte bei Arbeitermannschaften meinen größten Erfolg", erinnert der Defensivspieler an seinen Durchbruch beim 1. FSV Mainz 05 und seine zwei Meisterschaften mit den Schwarz-gelben.


Nachdem für den Abwehrspieler im Januar 2017 bei ​Borussia Dortmund kein Platz mehr war, wurde der 1,92-Meter-Schlaks zunächst an den 1. FC Köln verliehen. Ein Jahr später verschlug es Subotic dann zum französischen Erstligisten AS Saint-Etienne. Trotz 26 Ligaeinsätzen in der abgelaufenen Spielzeit wurde der auslaufende Vertrag des Routiniers aber nicht verlängert. 


Im Kampf gegen mögliche Mitbewerber konnten die Berliner nun ihre Bundesligateilnahme ins Rennen werfen, war für den gestandenen Verteidiger doch absolut klar, dass er unbedingt in einer europäischen Topliga spielen möchte: "Ich wollte in der höchsten Liga spielen, die möglich ist. In England, Deutschland und Spanien wird auf einem höheren Niveau gespielt. Das war für mich entscheidend."

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Subotic will bei Union sofort in die Startelf stürmen



Mit 209 Bundesligaspielen auf der Habenseite, will der Neuzugang bei den Berlinern in Zukunft vorneweg gehen und seine große Erfahrung gewinnbringend einbringen. Dabei versucht er in die Fußstapfen ehemaliger Weggefährten treten, die ihn einst zu Beginn seiner eigenen Laufbahn mit ihrer guten Führung erst dahin gebracht haben, wo er nun ist. 


Bleibt den Berlinern nur zu hoffen, dass der Star-Transfer nicht ins Negative umschlägt und das hochgelobte Mannschaftsklima durch zu vehement geforderte Machtansprüche empfindlich gestört wird, zumal mit ​Christian Gentner am Samstag ein weitere potenzieller Leitwolf ins Boot geholt werden konnte.