​Borussia Mönchengladbach will in der kommenden Saison unter der Führung des ​neuen Cheftrainers Marco Rose einen erneuten Angriff auf die Champions-League-Ränge wagen. Das Mittelfeld der Fohlen kann dabei gut und gerne als eines der Prunkstücke der Borussia bezeichnet werden. Mit Laszlo Benes wirft nun ein Rückkehrer seinen Hut mit jeder Menge Vehemenz in den Ring.​


Bereits Ex-Coach Dieter Hecking stand in der Vorsaison immer wieder vor der schweren Wahl, aus einem großen Pool von fähigen Mittelfeldspielern die erfolgsversprechendste Konstellation herauszufiltern. Selbst Weltmeister Christoph Kramer fand sich daher immer wieder auf der Ersatzbank wieder. Da die Gladbacher in der kommenden Spielzeit in einem 4-4-2-System erwartet werden, scharren auch unter Rose die zahlreichen Konkurrenten um die heiß begehrten Mittelfeldpositionen bereits mit ihren Hufen.

Laszlo Benes,Johannes van den Bergh

In Kiel konnte Benes mächtig Selbstvertrauen tanken



Noch ist dabei keineswegs abzusehen, welcher Spieler die besten Chancen auf einen Stammplatz hat - insofern dieses Privileg überhaupt noch Bestand hat. Neben Kramer wollen sich schließlich auch die zentralen Mittelfeldspieler Denis Zakaria, Mickael Cuisance, Florian Neuhaus und Tobias Strobl nicht mit einem Reservistendasein anfreunden. Auf den Außenbahnen beziehungsweise im offensiven Mittelfeld rechnen sich hingegen namhafte Spieler wie Raffael, Lars Stindl, Patrick Herrmann und Jonas Hofmann allesamt berechtigte Chancen aus. 


Ein Spieler, den man in dieser Auflistung keineswegs unter den Tisch fallen lassen sollte, ist Laszlo Benes. Der spielstarke Slowake war im Sommer 2016 aus seiner Heimat an den Niederrhein gewechselt und musste sich, auch seinem jungen Alter geschuldet, erst langsam an das Niveau in der Bundesliga gewöhnen. Um dem zentralen Mittelfeldspieler mehr Einsatzzeiten zu ermöglichen, wurde der heute 21-Jährige im Januar 2019 für den Rest der Saison an den Zweitligisten ​Holstein Kiel ausgeliehen.

Marco Rose

Unter Marco Rose werden die Karten neu gemischt



Die ​Luftveränderung zahlte sich dabei für den ehrgeizigen Mittelfeldakteur sofort aus und so war der Youngster für die Störche in der Rückrunde an acht Toren direkt beteiligt. Insbesondere seine sechs Torvorlagen sind dabei durchaus als Fingerzeig zu deuten. "Die Ausleihe nach Kiel war genau richtig, da habe ich Praxis gesammelt, Tore geschossen und Treffer vorbereitet. Ich komme mit einem sehr guten Gefühl zurück nach Gladbach", bewertete Benes gegenüber der BILD seinen kurzen Ausflug in den hohen Norden ebenfalls sehr positiv.


An Selbstvertrauen mangelt es dem Shootingstar dabei längst nicht mehr und so entschloss er sich nun kurzerhand, seinen wohlverdienten Länderspiel-Urlaub vorzeitig abzubrechen und bereits jetzt bei seinem neuen Coach vorstellig zu werden. "Jetzt will ich erstmal ohne Verletzung durch die Vorbereitung kommen und in jeder Einheit zeigen, was ich kann. Aber ich denke mir: Neuer Trainer, neue Chance!", so der slowakische Nationalspieler gegenüber dem Boulevardblatt. Eine erneute Ausleihe kommt für Benes daher nicht in die Tüte: "Das ist überhaupt nicht in meinem Kopf. Ich gebe jetzt alles, um mich hier durchsetzen."