Mit der ​Rückholaktion von Mats Hummels konnten die Kaderplander von ​Borussia Dortmund in diesem Sommer bereits einen echten Coup landen. Wenn man verschiedenen italienischen Medien Glauben schenken kann, könnte mit ​Mario Mandzukic womöglich ein weiterer Hochkaräter bei den Borussen anheuern. Noch ist aber unklar, ob das Interesse auf Gegenseitigkeit beruht.​


Der 33-jährige Angreifer hat sich in den letzten Jahren zu einer tragenden Säule von Juventus Turin entwickelt und galt als einer der Lieblingsschüler von Coach Massimiliano Allegri. Da der italienische Fußballlehrer in diesem Sommer jedoch bekanntlich für den bisherigen Chelsea-Coach Maurizio Sarri Platz machen musste, sieht der routinierte Offensivspieler offenbar seine Fälle wegschwimmen. 

Mario Mandzukic

In der vergangenen Spielzeit konnte Mandzukic zehn Treffer beisteuern


Der bundesligaerprobte Stürmer, ehemals FC Bayern München und VfL Wolfsburg, will sich aber nicht ins Abseits drängen lassen und denkt daher nun angeblich seinerseits über eine vorzeitige Trennung nach. Dabei spielt es für den 89-fachen kroatischen Nationalspieler scheinbar keine große Rolle, dass er sein Arbeitspapier bei der Alten Dame erst im vergangenen April bis 2021 verlängert hat.


Bei einem entsprechenden Angebot, so hört man aus dem Turnier Umfeld, würden die Juve-Bosse ihrem wechselwilligen Führungsspieler offenbar keine großen Steine in den Weg legen. Dieser Umstand soll bereits mehrere finanzkräftige Klubs aus China angelockt haben. Da der Juve-Angreifer aber nicht ausschließlich auf das große Geld aus ist und sich vielmehr auch in Zukunft bei einem europäischen Spitzenklub sieht, prallten bislang alle Avancen aus dem Reich der Mitte an den breiten Schultern des Stoßstürmers ab.


Als potenziellen Abnehmer hat Mandzukic selbst, laut calciomercato.com, längst Borussia Dortmund ausgemacht. Dem Bericht zufolge, würden sich der Rechtsfuß und seine Berater daher über ein konkretes Angebot des Vizemeisters freuen. Inwiefern es sich dabei um reines Wunschdenken handelt, lässt sich derzeit schwer abschätzen. So kursierten etwa zuletzt Gerüchte, wonach ​BVB-Berater Matthias Sammer der Klubspitze einen Vorstoß in dieser Personalie nahegelegt haben soll. Der 51-Jährige dementierte diese Meldung aber bereits.

Lucien Favre

Lucien Favre scheint kein großer Mandzukic-Fan zu sein


Das Zünglein an der Waage dürfte neben den noch nicht klaren Gehaltsvorstellungen des erfahrenen Angreifers aber ohnehin vor allem BVB-Cheftrainer Lucien Favre sein. Dem Vernehmen nach, soll sich der Fußballlehrer aus der Schweiz dabei gegen den Stoßstürmer aus der Serie A ausgesprochen haben. Der kopfballstarke Stürmer würde dem Spiel des BVB zwar eine neue Komponente verleihen, anscheinend sieht die ​taktische Ausrichtung des Trainers ein solches Anforderungsprofil aber auch in Zukunft nicht vor und setzt vielmehr weiterhin auf wendigere Typen wie etwa Mario Götze und Paco Alcacer.


Solange noch keine Klarheit darüber herrscht, für welchen Klub Mandzukic in Zukunft auf Torejagd gehen wird, dürften sich die Dortmunder aber mit Sicherheit zumindest ein kleines Schlupfloch offen lassen. Auch wenn ​Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die seiner Meinung nach von den Medien als klassischer Reflex herbei geschriebenen Gerüchte um einem neuen Stoßstürmer unlängst gegenüber der BILD als eine "Phantom-Diskussion" bezeichnete.