Wie in jedem Jahr honoriert die Deutsche Fußball Liga die Ausbildung von Nachwuchsspielern in der ​ersten und ​zweiten deutschen Bundesliga. Dabei wird proportional eine gewisse Summe an Geld an die Vereine gezahlt, die Teams mit der meisten Einsatzzeit von sogenannten "Local Playern" erhalten dabei am meisten. In dieser Saison sichert sich ​Bayer Leverkusen den ersten Platz.


Die Saisonvorbereitungen der meisten Klubs laufen schon wieder in Hochtouren, doch die letzte Spielzeit ist immer noch nicht ganz abgehakt. Heute veröffentlicht nämlich die DFL die alljährliche Ausschüttung an die 36 Vereine der höchsten deutschen Spielklassen. Dabei erhalten die Teams einen Betrag, der sich proportional zu den Einsatzminuten von Nachwuchsspielern errechnet.


Beachtet werden dabei Profis, die als U23-Lizenzspieler gelten. Zusätzlich müssen die Bedingungen eines Local Players erfüllt werden, das heißt, dass ein Akteur mindestens drei Jahre bei einem Verein zwischen dem 15. und 21. Lebensjahr registriert gewesen ist. Es werden also die Klubs belohnt, die Spieler aus der eigenen Jugend ausbilden und den Sprung zu den Profis ermöglichen.


Für jeden Verein wird dann nämlich die Summe der erbrachten Einsatzminuten dieser Spieler in Meisterschafts-Duellen errechnet. Die Mannschaft, die in der abgelaufenen Saison in den 34 Spieltagen am meisten auf die Local Player setzte war Bayer Leverkusen. Mit 9.697 Einsatzminuten macht dies eine Summe von 1,32 Millionen Euro, die Bayer von der DFL ausgeschüttet bekommt.


Einen großen Anteil trägt dabei natürlich Kai Havertz. Der Mega-Star lieferte als Stammspieler hervorragende Leistungen ab und führte Leverkusen damit an die Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Zweitligisten ​Holstein Kiel (9.354 Einsatzminuten, knapp 1,28 Millionen Euro) und der ​1. FC Magdeburg (8.273 Einsatzminuten, knapp 1,13 Millionen Euro). 


Der Ausschüttungstopf besteht aus zwei Prozent der nationalen Medienerlöse für die Saison, in diesem Jahr waren es etwa 22 Millionen Euro. Durch diese finanzielle Unterstützung sollen die Profi-Vereine angespornt werden, vermehrt auf die Nachwuchsakteure zu setzen um sowohl die nationale als auch internationale Konkurrenzfähigkeit auf lange Sicht zu gewährleisten.