​​RB Leipzig und Aufsteiger ​SC Paderborn haben Mitte Juni verkündet, dass es die geplante Kooperation zwischen den beiden Klubs nicht geben wird. Ex-RB-Sportdirektor Ralf Rangnick führt das Scheitern des Deals auch auf die Ankündigung von Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zurück. 


Sieben Jahre lang war Rangnick bei RB Leipzig als Sportdirektor tätig. Seit dem 1. Juli fungiert der 61-Jährige beim RB-Konzern als Head of Sport and Development Soccer. Als Nachfolger haben die Sachsen ​Markus Krösche vom SC Paderborn verpflichtet. Im Rahmen der Vorstellung des 38-Jährigen ließ Mintzlaff verlauten, dass zwischen den beiden Vereinen eine langfristige Kooperation im sportlichen Bereich geplant ist. 

Markus Kroesche

Trat die Nachfolge von Ralf Rangnick an: Markus Krösche



"Das war sicherlich nicht die allerbeste Idee, dies bei einer Pressekonferenz zu verkünden", erklärte Rangnick bei einem Podiums-Talk im Club International. "Das, glaube ich, hat Oliver Mintzlaff hinterher auch eingesehen. Eigentlich ist es ein bisschen schade. So haben wir Fangruppierungen die Chance gegeben, aus einer Eintagsfliege einen Elefanten zu machen", wird der 61-Jährige von der Bild-Zeitung zitiert. "Und selbst wenn es die Kooperation gegeben hätte – wen hätte es interessiert?"


Die Bekanntgabe der geplanten Zusammenarbeit sorgte vor allem bei den Anhängern des Aufsteigers für Unmut und führte zu zahlreichen Fan-Protesten. Diese waren laut Angaben der beiden Klubs allerdings nicht dafür verantwortlich, dass man sich gegen ​die Kooperation entschieden hat. "Unterschiedliche Ansichten" seien der Grund für das Nichtzustandekommen gewesen. Rangnick zeigte für die Ankündigung von Mintzlaff jedoch auch Verständnis. "Ich habe auch schon bei Pressekonferenzen etwas gesagt, wo ich mir hinterher selbst an den Kopf gefasst habe", so der Ex-Sportdirektor.