Nach 13 Jahren im Profigeschäft wird Michael Skibbe wieder im Nachwuchsbereich arbeiten. Wie bereits im April bekannt wurde, betreut der 53-Jährige ab der kommenden Saison die U19-Mannschaft von ​Borussia Dortmund und tritt in die Fußstapfen von Benjamin Hoffmann, der die sportliche Leitung von der U12 bis zur U16 übernehmen wird. Gegenüber den Ruhr Nachrichten sprach Skibbe über die Vorbereitung auf die neue Saison.


Zwar soll Skibbe, der bereits von 1989 bis 1998 in der BVB-Jugend tätig war, künftig als Hauptverantwortlicher der gesamten Nachwuchsabteilung für eine ​höhere Durchlässigkeit in den Profi-Bereich sorgen, sein Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der U19, die er als Cheftrainer begleiten wird. Sein erster Eindruck: "Man merkt, dass die U17-Spieler ein Stück weit fitter sind, weil sie eine kürzere Pause hatten. Insgesamt haben alle ihre Sache gut gemacht."

​Allzu viele Spieler wurden nicht hochgezogen, der prominenteste Neuzugang ist der erst 14 Jahre junge Stürmer Youssoufa Moukoko. "Alle kennen sich aus den letzten ein, zwei Jahren. 
Da darf man von ausgehen, dass sich die Jungs gut genug kennen", erklärt Skibbe angesprochen auf die Integration der Neuen. Gänzlich soll dieses Thema aber nicht außer Acht gelassen werden: "Was Richtung Teamspirit geht, werden wir die Fahrt nach Süddeutschland nutzen, wenn wir in Schwäbisch Hall ein Turnier haben. Da gehen wir vorher ein, zwei Tage ins Trainingslager."

Michael Skibbe

   Kümmert sich wieder um die Jugendarbeit bei Borussia Dortmund: Michael Skibbe.



Zunächst aber soll der Grundstein für die neue Saison gelegt werden. Vor einem Monat setzte sich die Mannschaft im Endspiel der A-Junioren Bundesliga mit 5:3 gegen den VfB Stuttgart durch, feierte somit den achten Titel der Vereinsgeschichte. Die Meisterschaft dürfte auch in diesem Jahr das Ziel sein, doch erst einmal steht pures Ausdauertraining an: "Es geht direkt in die Grundlagenausdauer. Das wird in den nächsten zehn Tagen, die wir komplett durchtrainieren, ein großer Bestandteil sein."

​Wie das Spiel der Mannschaft in Zukunft aussehen wird, ist noch unklar. Eine vorgeschriebene Philosophie gebe es nicht, jeder Trainer dürfe selbst entscheiden, in welcher Formation und mit welcher taktischen Ausrichtung er seine Spieler aufs Feld schicken will. Skibbe wolle anhand der Qualität des Kaders ein passendes System finden, weshalb seine persönliche Vorbereitung schon vor einiger Zeit begonnen hat: "I
ch habe in den letzten Wochen ganz viele Spiele der U17 und U19 gesehen. Ich habe einen guten Eindruck von der Mannschaft und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den Jungs."