​Spaniens U21 ist Rekordeuropameister. In der Neuauflage des EM-Finals von 2017 setzte sich die kleine Furia Roja durch und gewannen dank Treffer von Fabian und Olmo mit 2:1. Die Kuntz-Truppe hat damit die Titelverteidigung und den dritten EM-Titel verpasst. Spanien rangiert nun mit fünf Titeln gemeinsam mit Italien an der Spitze der ewigen Wertung. 


In der Dacia-Arena von Udine kam es zur Neuauflage des EM-Finals von 2017 in Polen. Während die spanische U21-Nationalmannschaft Revanche für die Endspielniederlage von vor zwei Jahren nehmen und mit Italien als Rekordsieger aufschließen wollte (fünf Titel), versuchten die DFB-Youngster mit Trainer Stefan Kuntz den Titel verteidigen.


Die Spanier begannen mit derselben ​Startformation wie schon beim überzeugenden 4:1-Halbfinalsieg gegen Frankreich. Das deutsche Team war auf zwei Positionen verändert: Im Vergleich zum 4:2 gegen Rumänien kam der Gelb-gesperrte Benjamin Henrichs als Linksverteidiger wieder ins Team (für Maxi Mittelstädt), Suat Serdar begann im zentralen Mittelfeld für Florian Neuhaus.

Die Spanier dominierten die Partie vom Start weg und gingen bereits in der siebten Minute mit 1:0 in Führung. Nach einer gelungen Kombination durch das Mittelfeld zog Fabian von rechts nach innen, wurde nicht angegriffen und zog aus gut 20 Metern unhaltbar für Alexander Nübel im deutschen Tor ab. Zuvor hatte sich Innenverteidiger Baumgartl viel zu weit rauslocken lassen, Kapitän Tah rückte im Anschluss zu zögerlich auf den Torschützen.

Nach den Anfangsminuten sah es schon recht düster aus, für die deutschen Youngster. Spanien ließ Ball und Gegner gut laufen, das DFB-Team fand keinen Zugriff und verlor seinerseits die Bälle viel zu früh. Doch nach rund 20 Minuten wurde es besser: Die Kuntz-Truppe schien mehr und mehr ins Spiel zu kommen. Mehr Ballbesitz und Kontrolle war die Folge - jedoch ohne wirklich gefährlich vor das Tor der Iberer zu kommen.


Und dann kam "Rambo" Vallejo. Der Ex-Frankfurter in Diensten von Real Madrid räumte in der 33. Minute Toptorschütze Luca Waldschmidt mit offener Sohle um. Völlig unverständlich, dass Schiedsrichter Srdjan Jovanovic seine Gelbe Karte für Spaniens Spielführer nach Absprache mit dem Videoschiedsrichter nicht in einen Platzverweis umwandelte.

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​​Personell unverändert ging es in den zweiten Durchgang. Die DFB-Youngster setzten auch den positiveren Eindruck vom zweiten Teil der ersten Hälfte fort. Nach einer Stunde brachte Kuntz dann Neuhaus für Serdar. Deutschland blieb am Drücker, doch es waren die Spanier die in der 69. Minute für die Vorentscheidung sorgten.


Nübel patzt - Anschlusstreffer von Amiri kommt zu spät


Ein Fernschuss von Fabian ließ Nübel nach vorne abprallen, Olmo reagierte am schnellsten und chipte den Ball über den Keeper zum 2:0 in die Maschen. Die Spanier waren im Anschluss dem 3:0 näher - Soler traf in der 81. Minute nur die Latte. Auf der anderen Seite hatte Luca Waldschmidt den Anschluss in der 83. auf dem Fuß, verfehlte das Tor aber aus kurzer Distanz. 


Fünf Minuten später gelang das 2:1 dann doch: Amiris Fernschuss wurde leicht abgefälscht und ging unhaltbar über den spanischen Keeper Sivera hinweg. Hoffnung keimte in den Schlussminuten noch einmal auf.


Am Ende blieb es aber dabei - und war nach 90 Minuten auch verdient: Spanien glückt die Revance und krönt sich mit dem fünften U21-EM-Titel.