Die Vorgänger von Max Kruse: 10 deutsche Legionäre in der Türkei

Der Wechsel von Max Kruse zu Fenerbahce war zwar vor Wochen noch nicht wirklich abzusehen, ein Novum ist der Wechsel des deutschen Offensivspielers in die Türkei aber bei Weitem nicht. Vielmehr verschlug es schon fast 100 Profis aus deutschen Landen an den Bosporus, darunter auch einige Hochkaräter.

1. Toni Schumacher (84 Spiele für Fenerbahce)

Der erste wirklich prominente Deutsche der in der Türkei anheuerte, war im Jahre 1988 niemand Geringeres als der 77-fache deutsche Nationaltorhüter Toni Schumacher. Dabei präsentierte sich der Schlussmann in seinen drei Jahren am Bosporus als starker Rückhalt und konnte mit Fenerbahce gleich in seiner Debütsaison die türkische Meisterschaft erringen.

2. Falko Götz (51 Spiele für Galatasaray)

Vier Jahre nach Schumacher zog es mit Falko Götz ein weiteres echtes Urgestein in den türkischen Fußball. Dabei zahlte sich auch der Wechsel des ehemaligen DDR-Stars komplett aus und so konnte auch er einen Meistertitel und darüberhinaus auch einen Triumph als Pokalsieger bejubeln. 

3. Stefan Kuntz (30 Spiele für Besiktas)

Als Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft eilt Stefan Kuntz bei der Europameisterschaft derzeit von Erfolg zu Erfolg. Auch seine aktive Karriere ist mit einigen großen Erfolgen gespickt. Seine Zeit in der Türkei verlief für den Angreifer aber eher durchwachsen und so standen nach der Saison 1995/96 für den heute 56-Jährigen lediglich neun Treffer zu Buche. Schlussendlich entschloss sich der Offensivspieler daher dazu, das Abenteuer bei Besiktas nach nur einem Jahr wieder zu beenden und wechselte zu Arminia Bielefeld.

4. Maurizio Gaudino (9 Spiele für Antalyaspor)

Als Maurizio Gaudino im Sommer 1999 bei Antalyaspor anheuerte, konnte der spielstarke Mittelfeldspieler bereits auf eine bewegte Karriere zurückblicken. Einen wirklich bleibenden Eindruck konnte der fünffache Nationalspieler in der Türkei aber nicht wirklich hinterlassen und kam in zwei Jahren auf lediglich neun Einsätze. Für kurze Zeit spielte er dabei Seite an Seite mit dem heutigen Darmstadt-Coach Dirk Schuster.

5. Fabian Ernst (129 Ligaspiele für zwei Vereine)

Wenn von erfolgreichen deutschen Legionären in der Türkei die Rede ist, fällt zwangsläufig auch der Name Fabian Ernst. Als der defensive Mittelfeldspieler im Februar 2009 vom FC Schalke zu Besiktas wechselte, hatten wohl nur die wenigsten Experten damit gerechnet, dass der robuste Nationalspieler über Jahre hinweg zu einer prägenden Figur werden würde. Ein Meistertitel und zwei Pokalsiege sind ein starker Arbeitsnachweis.

6. Roberto Hilbert (76 Spiele für Besiktas)

Allem Anschein nach konnte sich Besiktas im Laufe der Jahre im Umgang mit deutschen Legionären einen exzellenten Ruf erarbeiten und so machten sich nach Ernst noch viele weitere deutsche Profis auf, um in der Millionenmetropole Istanbul ihr Glück zu finden. Als durchaus erfolgreich kann man dabei auch die drei Spielzeiten von Roberto Hilbert bezeichnen, der es ab 2010 auf immerhin 76 Einsätze gebracht hatte.

7. Andreas Beck (52 Spiele für Besiktas)

Augenscheinlich ist zudem, dass die Verantwortlichen von Besiktas offenbar ein Faible für ehemalige Spieler des VfB Stuttgart entwickelt haben. So durfte sich nach Roberto Hilbert mit Andreas Beck nur wenige Jahre später ein weiterer Spieler aus Schwaben in der Türkei versuchen. Der große Einsatzwille des Außenverteidigers kam dabei durchaus gut an.

8. Mario Gomez (33 Spiele für Besiktas)

Wenn von schwäbischen Legionären bei Besiktas die Rede ist, sollt man natürlich auch Mario Gomez nicht außer Acht lassen. Der Ex-Nationalstürmer war zwar nur für die Saison 2015/16 vom AC Florenz an den türkischen Spitzenklub ausgeliehen, konnte mit satten 26 Treffern in 33 Spielen aber eine echte Duftmarke setzen. Umso enttäuschter reagierten die Fans daher, als es den Torjäger im Anschluss zurück nach Deutschland, namentlich zum VfL Wolfsburg, verschlug.

9. Lukas Podolski (56 Spiele für Galatasaray)

Hatte Lukas Podolski in seinen jungen Jahren immer wieder das große Heimweh geplagt und schlussendlich dazu geführt, dass der Angreifer am liebsten für seinen geliebten Effzeh auf Torejagd ging, entwickelte sich der Ex-Nationalspieler in den letzten Jahren zu einem echten Globetrotter. Über den FC Arsenal und Inter Mailand trieb es den Kölsche Jung im Sommer 2015 zu Galatasaray. Bevor sich Podoldski zwei Jahre später auf das Abenteuer Japan einließ, war er in insgesamt 75 Pflichtspielen für Gala an starken 52 Treffern direkt beteiligt.

10. Loris Karius (30 Spiele für Besiktas)

Eigentlich wollte sich Loris Karius in der abgelaufenen Saison nach seinen folgenschweren Patzern beim Champions-League-Finale mit dem FC Liverpool wieder rehabilitieren und bei seinem Leihklub Besiktas wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Obwohl der Keeper dabei erneut einige Wackler dabei hatte, kursierte unlängst ein Gerücht, wonach die AS Rom Interesse an einer Verpflichtung bekundet haben soll.

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