Der Transfer von Gregor Kobel zum VfB Stuttgart sorgt bei Stefan Reuter für Ärger. Der Manager des FC Augsburg wirft der TSG Hoffenheim Wortbruch vor, nachdem die Fuggerstädter den Torhüter ursprünglich über den Sommer hinaus halten wollten.


Langfristig plant die TSG mit Kobel als Nachfolger von Stammtorhüter Oliver Baumann, für die nötige Spielpraxis wurde der 21-Jährige im Januar erstmals verliehen. Nach den schwachen Auftritten von Fabian Giefer und Andreas Luthe sicherten sich die Augsburger die Dienste des Torhüter-Talentes bis Saisonende, bemühten sich laut Reuter jedoch auch um ein Engagement über den Sommer hinaus.


"Es gab im Winter eine klare Absprache, als wir Kobel für ein halbes Jahr geliehen haben, dass wir im Sommer versuchen, ihn fest zu verpflichten", wird der 52-Jährige bei ​BILD zitiert. Stattdessen verlängerte Hoffenheim den 2020 endenden Vertrag um ein Jahr, gab gleichzeitig den Transfer zum VfB Stuttgart bekannt, wo Kobel in der kommenden Saison zwischen den Pfosten stehen wird. ​Als Ersatz wurde Philipp Pentke von Jahn Regensburg verpflichtet.

Gregor Kobel

Hätte noch länger in Augsburg bleiben können, wechselt stattdessen leihweise zum VfB Stuttgart: Gregor Kobel.


​Die angebliche Kaufoption wurde offiziell dementiert, diese hätte Reuter wohl noch mehr verärgert. Doch auch so stößt ihm das Verhalten der Verantwortlichen sauer auf: "Von ihrer Seite hat man umgedacht und sich nicht mehr an die Absprachen gehalten. Hoffenheim wollte nur eine Leihe. Das war und ist für uns nicht darstellbar gewesen. Wir hätten Gregor gerne geholt, aber als festen Torhüter."


Kobel selbst machte er derweil keinen Vorwurf: "Er und seine Berater wollten nicht ins Risiko gehen, zwischen die Fronten zu geraten und eventuell ein Jahr auf der Bank zu sitzen", zeigte Reuter für den Wechsel nach Stuttgart Verständnis. In Augsburg hätte er weiterhin Bundesliga gespielt, nun wird er dem VfB beider Mission Wiederaufstieg verhelfen müssen. Wie es ab 2020 mit Gregor Kobel weitergeht, wird sich zu gegebener Zeit herausstellen.