Wie ​Eintracht Frankfurt berichtet, soll ab der Saison 2020/21 der Frauenfußballverein 1. FFC Frankfurt wohl unter der Eintracht-Flagge spielen. Ein Zusammenschluss wurde bereits geprüft und auch der Aufsichtsrat gab seine Zustimmung zu diesen Plänen.


Die Beachtung und Akzeptanz für den Frauenfußball wächst immer weiter. Während sich ​Real Madrid kürzlich ebenfalls die Lizenz für eine Damenmannschaft sicherte, wird nun auch in Frankfurt die Unterstützung für den Frauenfußball enorm erhöht. Denn die Eintracht hat einem Zusammenschluss mit dem 1. FFC Frankfurt, dem Frauenteam in der Stadt am Main, das ebenfalls in der Bundesliga vertreten ist, zugestimmt. So haben der Vorstand und der Aufsichtsrat bei einer Sitzung für einen Zusammenschluss beider Vereine plädiert, wie der Verein auf seiner Homepage berichtet.


Der Hintergrund ist, dass die Professionalisierung und Neustrukturierung der Frauenfußball-Bundesliga allerdings neuer Strukturen fordert, weshalb der FFC schon auf die Kooperation und Hilfe der Eintracht angewiesen ist. Fredi Bobic aber sieht darin nur Vorteile für beide Seiten. "Als eines der ersten Mitglieder des FFC freut mich diese Entscheidung ungemein. Es ist nicht zuletzt auch ein tolles Zeichen für den Frauenfußballstandort Frankfurt, den wir als Eintracht auf diese Weise gezielt weiterentwickeln möchten. Das rege Zuschauerinteresse und die sehr guten TV-Einschaltquoten für die aktuell laufende Weltmeisterschaft unterstreichen die gestiegene Bedeutung des Frauenfußballs in den vergangenen Jahren".


Tatsächlich ist der Sportvorstand als elftes Mitglied beim Verein geführt, nachdem er 1998 bereits in den Verein eingetreten war. Daher liegt es auch nahe, dass es vor allem er war, der die Kooperation vorangetrieben und für einen Zusammenschluss geworben hat. Neben Bobic gibt es mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Streubing noch ein weiteres Mitglied des FFC.


Auch Vorstandsmitglied Axel Hellmann freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Frauenfußballclub. "Der 1. FFC Frankfurt ist ein großer Name im deutschen und europäischen Frauenfußball und dieser hat sich in den letzten Jahren sehr stark professionalisiert. Ich habe mich vor mehr als zehn Jahren für die Gründung eines Frauenfußballbereichs bei Eintracht Frankfurt e.V. stark eingesetzt und bin froh, dass wir nun einen weiteren großen Schritt in diesem Bereich machen können. Wir haben als größter und wirtschaftlich starker Klub der Region auch eine Verantwortung für den Sportstandort Frankfurt und wollen den Frauenfußball auf Topniveau erhalten. Insbesondere in der Internationalisierung der Eintracht wird uns dieser Schritt weiterhelfen. Unsere Partner begrüßen diesen Schritt ausdrücklich."


Auch auf Seiten des FFC gibt es bereits Verbindungen in die Gegenrichtung. Manager Siegfried Dietrich ist seinerseits lebenslanges Mitglied bei Eintracht Frankfurt und freut sich ebenso auf die Zusammenarbeit. "Der 1. FFC Frankfurt ist außerordentlich glücklich, dass sich die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt mit ihren Gremien dafür entschieden haben, einen gemeinsamen Weg unter einem Dach realisieren zu wollen. Mit dem angedachten Zusammenschluss liegen beide Vereine nicht nur im Trend der Zeit, sondern sie nutzen konsequent den Standort FrankfurtRheinMain, an dem der deutsche und europäische Frauenfußball in den letzten 20 Jahren Geschichte geschrieben hat."


Darüber hinaus sei er "begeistert, mit welchem Engagement Fredi Bobic und Axel Hellmann die gesamte Eintracht-Familie in unser Thema eingebunden haben". Nun gelte es aber, die Sponsoren und übrigen Vereinsmitglieder des FFC von der Idee zu überzeugen. Danach soll ein entsprechendes Konzept erarbeitet werden, wie es dann ab der Saison 2020/21 weitergeht. Denn laut Statuten stünde erst mal Fredi Bobic als Manager auch für die Frauenmannschaft in der Verantwortung, es soll aber ein eigens für die Damenmannschaft zuständiger Sportdirektor kommen. Bis dahin aber wird weiterhin Siegfried Dietrich die Geschäfte  führen, wie es heißt.