Vizemeister ​Borussia Dortmund konnte mit der ​Rückholaktion von Mats Hummels unlängst ein fettes Ausrufezeichen setzen. Da der Ex-Münchner allem Anschein nach als neuer Leitwolf der BVB-Defensive vorgesehen ist, sieht so mancher Verteidiger der Borussen seine eigenen Fälle wegschwimmen. Einer der Betroffenen, namentlich Dan-Axel Zagadou, soll dabei bereits einen potenziellen Abnehmer angelockt haben.​


Der 20-jährige Innenverteidiger hatte im Sommer 2017 den Sprung von der zweiten Mannschaft des französischen Serienmeisters Paris-Saint Germain hin ins Ruhrgebiet gewagt und gilt zweifelsohne als ein riesiges Defensivtalent. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, schließlich kommt der 1,96-Meter-Hüne mit jeder Menge Schwungmasse daher und gilt daher sowohl am Boden, aber auch in der Luft als schwer zu knackende Nuss. Seiner jugendlichen Unbekümmertheit geschuldet, leistete sich der junge Franzose in der vergangen Saison aber auch so manchen Aussetzer.

Dan-Axel Zagadou

In der abgelaufenen Saison kam Zagadou auf 17 Ligaeinsätze


Bei Cheftrainer Lucien Favre hatte der Abwehrrecke daher insbesondere in der Rückrunde einen schweren Stand. Zu allem Überfluss zwangen ihn andauernde Knieprobleme zu einer wochenlangen Auszeit. Spätestens nach der Verpflichtung von Hummels, hegt der siebenfache französische Nationalspieler daher berechtigterweise Zweifel, ob ihm bei den Schwarz-Gelben der endgültige Durchbruch vergönnt sein wird. Laut BILD-Informationen sollen sich die Berater des Youngsters bereits auf dem internationalen Transfermarkt nach dem nächsten Karriereschritt umschauen. Favorisierte Adresse dabei: die Premier League.


Wie die französische Zeitung France Football in Erfahrung gebracht haben will, soll die Stellenausschreibung bereits erste Früchte getragen haben. Dem Bericht zufolge, steht Zagadou auf dem Wunschzettel des ​FC Arsenal ganz weit oben und soll die ​angepeilte Kaderverjüngung in der Gunners-Defensive einleiten. Mit dem ehemaligen Borussen Sokratis (31 Jahre) und Laurent Koscielny (33 Jahre) hat der englische Hauptstadtklub zwar derzeit zwei sehr erfahrene Abwehrspieler zu bieten. Bei dem immer athletischer werdenden Fußball auf der Insel, stoßen beide jedoch immer wieder an ihre Grenzen.

Michael Zorc

BVB-Sportdirektor Michael Zorc bewies zuletzt viel Verhandlungsgeschick


Für ein Butterbrot dürfte der BVB-Profi jedoch nicht zu haben sein, ist sein aktueller Vertrag doch bis zum Sommer 2022 datiert. Dem Vernehmen nach, wird ein mögliche Ablösesumme auf einen Betrag rund um 30 Millionen Euro taxiert. Nach den ausufernden Transferausgaben in diesem Sommer würden diese Einnahmen den Dortmundern zwar gut zu Gesicht stehen, dringend nötig wäre ein Abgang aus finanzieller Sicht aber wohl nicht.