Mit der U21-Europameisterschaft in Italien und San Marino zieht Schalkes Torhüter Alexander Nübel noch mehr Blicke auf sich. Inzwischen jagen sechs Vereine den 21-jährigen Schlussmann. Für S04 wird es immer brenzliger, den Youngster zum Bleiben zu bewegen. Und Nübel treibt seinen Preis weiter nach oben.


Der Saisonstart steht beim ​FC Schalke 04 bislang unter keinem guten Stern. Die Neuverpflichtungen lassen auf sich warten, die Abgänge hingegen könnten wehtun. ​Breel Embolo steht kurz vor einem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach. Und auch Torwarttalent Alexander Nübel könnte den Verein nach der U21-Europameisterschaft, die aktuell in Italien und San Marino ausgespielt wird, verlassen. Denn der 21-Jährige hat zahlreiche Angebote auf dem Tisch liegen.


Und sind es schon keine Angebote, dann doch eine ganze Liste an Klubs, die in höchst interessiert beobachten und sich in Position bringen. Wie die Sport Bild berichtet, sollen es nicht weniger als sechs Vereine sein, die ein genaues Auge auf den Schlussmann geworfen haben. 


Da wäre zum einen der FC Bayern München, was allerdings keine große Überraschung darstellt, denn das Interesse des Rekordmeisters war bekannt. Zudem führte es sogar schon dazu, dass sich Schalkes neuer Sportvorstand Jochen Schneider an Karl-Heinz Rummenigge wandte und diesen bat, doch bitte in der Öffentlichkeit aufzuhören, über Nübel und ein angebliches Interesse des Rekordmeisters zu reden, weil dies Unruhe auf Schalke erzeuge.


Inzwischen soll mit RB Leipzig aber ein zweiter Klub aus der Bundesliga ernsthaft Interesse am Keeper haben. Des Weiteren gehören zu den Interessenten der französische Meister Paris St. Germain, aus der englischen Premier League der FC Chelsea und Tottenham Hotspur und zu guter Letzt aus Spanien Atletico Madrid. Zu allem Übel hat man es frühzeitig vergeigt, den Vertrag von Nübel langfristig zu verlängern, weshalb der Kontrakt in zwölf Monaten ausläuft. Der Schlussmann ist sich dessen bewusst und scheint diese Karte auch genau auszuspielen.

Denn bislang gibt es keine Bekenntnisse und er hält sich vornehm mit Wortmeldungen zurück. 


Stattdessen will er das Turnier in aller Ruhe zu Ende spielen und danach seine Möglichkeiten sondieren. Währenddessen wird der FC Schalke 04 immer nervöser und muss sich, auch aufgrund der immer größer werdenden Konkurrenz, mächtig strecken, um Nübel zum Bleiben zu bewegen. Und kann sich dann nicht mal sicher sein, dass der U21-Torhüter auch wirklich bleibt.

Für Jochen Schneider ist das Problem aber gar nicht so groß, wie er in der Sport Bild erklärt. "Es gibt jede Menge Argumente. Alexander kennt das Umfeld, er spielt hier, hat sich bei uns toll entwickelt, er kennt unseren Torwart-Trainer Simon Henzler und seine Kollegen. Und wir werden kommende Saison ein Stück weit wieder anderen Fußball spielen."


Wie das Blatt weiter berichtet, soll es für eine Verlängerung in Gelsenkirchen dabei vor allem auf die Punkte Gehalt, einer möglichen Ausstiegsklausel und eine Mitbeteiligung bei einem Weiterverkauf gehen. Das Gehalt soll mindestens verfünffacht werden von 600.000 auf drei Millionen Euro pro Jahr. Noch nicht mit einbezogen sind etwaige Boni. Das aber könnte auch jeder der interessierten Vereine. Eine Klausel soll bei einem langfristigen Vertrag ebenfalls eingebaut werden. Und bei einem ablösefreien Wechsel im nächsten Jahr könnte Nübel ordentlich Handgeld kassieren. Dies ginge ihm mit einer Verlängerung auf Schalke durch die Lappen. Daher will er bei einem Weiterverkauf, wenn er nun verlängert, mitverdienen.

​​Es wird eine Gratwanderung für Schneider. Wie viel Zugeständnisse will und vor allem kann er machen? Zudem ist aktuell nicht absehbar, ob Königsblau sich wirklich so einfach rehabilitiert nach der letzten Saison, die katastrophal verlief. Entsprechend wird auch Nübel abwägen, wo die sportlichen Chancen die besseren sind. Und da bietet die Konkurrenz nun mal weit mehr Reiz und Flair. Sollte Schneider seinen Torhüter nicht dazu bewegen können, auf Schalke zu verlängern, droht der nächste ablösefreie Abgang.