Der FC Bayern sieht sich im Werben um Leroy Sané immer größerer und vielfältigeren Schwierigkeiten konfrontiert. Nun wurde offenbar ein ehemaliger BVB-Star als Plan B ins Auge gefasst.


Der ​FC Bayern und die Suche nach Mister X. Gut, Mister X, sprich ein neuer Star für den Flügel heißt Leroy Sané - soviel dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Doch Plan A der Bayern für die Nachfolge von Robbery gestaltet sich äußerst schwierig - auch das ist mittlerweile bei allen durchgesickert. Die Sportbild präsentiert in ihrer neuen Ausgabe Gründe für die Schwierigkeiten im Poker um den Nationalspieler, einen angeblichen Plan B der Bayern und die Auswirkungen auf die restlichen ​Transferplanungen.


Sané-Transferpaket in schwindelerregenden Dimensionen


Demnach würde eine Verpflichtung des 23-jährigen Außenstürmers von Manchester City (Vertrag bis 2021) ein Gesamtpaket von bis zu 200 Millionen Euro kosten. Zusammensetzen würde sich das durch die Ablöse (rund 100 Mio. €) plus das Gehalt des Nationalspielers in einem Fünfjahresvertrag. Und hier liegt eine große Crux in den Verhandlungen. Der FCB hat Sané wohl elf Millionen Euro im Jahr netto angeboten. Nicht nur, dass ​ManCity dieses toppen will, um Sané zu einer Verlängerung zu bewegen - der Spieler selbst hofft offenbar auf noch mehr.

Leroy Sane

Leroy Sané: Kommendes Aushängeschild des FCB oder Mega-Deal bei ManCity?


Die Bild berichtete bereits, dass Sané dazu tendiere mit einer starken Saison bei City einen neuen Rekord-Vertrag zu bekommen und dadurch auch seinen Wert bei einem Ausrüster zu steigern. Der Vertrag mit Nike läuft nämlich ebenfalls aus. Angeblich fordere die Sané-Seite ein Jahresgehalt von 20 Millionen Euro netto - der 23-Jährige wäre damit der absolute Topverdiener an der Säbener Straße.


Transfers sollen nur mit Festgeldkonto finanziert werden


Mit der Transferstrategie der Bayern wäre das kaum vereinbar. Ende Juni 2018 soll das berühmte Festgeldkonto des Rekordmeisters 220,8 Millionen Euro betragen haben, berichtet die Sportbild weiter. Im Geschäftsbericht der FCB AG heißt es dazu, dass man eine "einnahmenorientierte Ausgabenpolitik" fahren möchte. Spielertransfers sollen "nach den Planungen jedoch vollständig aus der vorhandenen Liquidität und dem erzielten Cashflow finanziert werden". Heißt: Transfers sollen ausschließlich mit dem Geld auf eben jenem Festgeldkonto finanziert werden. Sané wäre dadurch mehr als nur ein finanzieller Kraftakt.


Bayerns Plan B heißt Ousmane Dembélé


Der Sané-Deal droht also mehr denn je zu scheitern. "Wenn Leroy zu Bayern gehen sollte, dann wäre das wohl ein riesengroßer Transfer für Bayern, den es in diesem finanziellen Rahmen noch nie gab. Daher hätte er eine gewisse Garantie, regelmäßig zu spielen. Bayern hat allerdings mit Kingsley Coman und Serge Gnabry auch gute Spieler auf dieser Position. Ich glaube ohnehin nicht, dass der Transfer zustande kommt. Das ist jedoch nur mein Gefühl", gab Toni Kroos zu Protokoll. Warum er nicht daran glaube? "elleicht liegt es einfach daran, dass ich mich in Citys Sicht hineinversetze. Und aus Klub-Sicht würde ich Leroy definitiv nicht gehen lassen oder ihn zumindest so teuer machen, dass Bayern ihn nicht mehr bezahlt."


Nun hängt der Deal mit Sicherheit nicht an der Meinung von Toni Kroos. Dennoch wäre es töricht aus Bayern-Sicht, sich allein auf Sané zu versteifen.

Ousmane Dembele

Kommt Dembélé statt Sané an die Säbener?


Und hier kommt ein Ersatzplan mit Barças Ousmane Dembélé ins Spiel. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge war schon immer begeistert vom Franzosen - die Bayern waren schon vor dessen Wechsel zum BVB 2016 interessiert. Bei ​Barça steht Dembélé zwar noch bis 2022 unter Vertrag, die Katalanen hoffen aktuell aber auf eine Rückkehr von Neymar. Dadurch könnte sich die Tür bei Dembélé öffnen, obwohl die Katalanen ihm jüngst mitteilten, dass man weiter mit ihm plane.


Hudson-Odoi unabhängig davon weiter ein Thema


Unabhängig davon ob Sané oder aber Dembélé kommen, dessen Transfervolumen sich wohl in ähnlichen Dimensionen wie bei Sané bewegt, versucht Sportdirektor Hassan Salihamidzic weiter Chelsea-Youngster Hudson-Odoi an die Isar zu locken. Der gilt offenbar als weitere Alternative für die Zukunft und soll hinter dem neuen Flügelstar aufgebaut werden.


Wie sehr der mit dieser Idee Schwanger geht, bleibt abzuwarten. Schließlich winkt bei den ​Blues nach dem Hazard-Abgang und der drohenden Transfersperre eine Hauptrolle.


Außenstürmer-Suche beeinflusst weitere Transferpolitik


Da der geplante Kauf von Sané oder eben Dembélé ein ordentliches Loch ins Festgeldkonto reißen würde - Lucas Hernandez u.a. kam schließlich schon für 80 Millionen Euro - haben die Bayern wohl das Rennen um die begehrten Matthijs de Ligt und Atleticos Rodri aufgegeben. Ein zusätzlicher Transfer einer der beiden hätte wohl schlicht viel zu hohe Kosten verursacht.

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Während bei de Ligt derzeit Juventus in der Pole Position zu sein scheint, deutet alles auf einen Wechsel von Rodri zu Manchester City hin.