Der ursprüngliche Plan des ​Hamburger SV bezüglich der Transferaktivitäten in diesem Sommer sah als zentrales Element den Verkauf von Linksverteidiger Douglas Santos vor. Im Winter hängten sie dem Olympiasieger von 2016 ein Preisschild von 25 Millionen Euro um. Nach dem Rückzieher des bislang ernsthaftesten Interessenten an seiner Verpflichtung (Bayer Leverkusen) ist ein Transfer aktuell erstmal auf Eis gelegt - was aber nicht bedeutet, dass man sich in Hamburg nicht nach Alternativen umsieht. 


Nürnberg - das ist dieser Tage eine Art Schicksalsstadt für den HSV. ​So wird der ​Innenverteidiger Ewerton (30) aus der fränkischen Metropole in den Volkspark wechseln. Nach seinem Urlaub in der brasilianischen Heimat befindet sich der Verteidiger aktuell in Madrid, von wo aus er schon heute nach Hamburg weiterfliegen soll. Auch der ​1. FC Nürnberg hat Ewertons Abgang mittlerweile bestätigt. 


Doch Ewerton ist nicht der einzige Nürnberger Kandidat als Neuverpflichtung des HSV: auch dessen Kollege von der linken Abwehrseite, Tim Leibold (25), soll der Bild-Zeitung zufolge bei den Hamburgern auf dem Zettel stehen. Leibolds Vertrag läuft noch bis 2021, soll aber eine Ausstiegsklausel von drei Millionen Euro verankert haben. 



Zwar wartet der HSV immer noch auf die Santos-Millionen, doch mit den durch die Verkäufe von Filip Kostic (sechs Millionen) und Fiete Arp (drei Millionen) generierten Ablösesummen hätte man auch so noch ein wenig Spielraum. Ausgegeben wurden bislang erst drei Millionen für David Kinsombi, 1,3 Millionen für Torwart Daniel Heuer Fernandes sowie 1,5 Millionen für die Kaufoption für Berkay Özcan. 


Für die Dienste von Ewerton würde eine Ablöse von zweieinhalb Millionen Euro fällig. Heißt: Leibold könnte - zumindest in Teilen -  durch die schon eingenommenen Transfererlöse bezahlt werden. Tim Leibold wurde in der Jugend des VfB Stuttgart ausgebildet. In der vergangenen Saison kam der 1,74 Meter große Außenverteidiger auf 32 Einsätze für den "Club" und bereitete dabei drei Treffer der Franken vor.