​Sieben Neuzugänge konnte der ​Hamburger SV bereits präsentieren - der achte steht nach übereinstimmenden Medienberichten (Mopo, Bild) kurz vor dem Abschluss: Nürnbergs brasilianischer Abwehrchef Ewerton (30) soll an die Elbe. Sein möglicher neuer Trainer schwärmt bereits von ihm. 


Eine Ausstiegsklausel, die bis zum 30. Juni aktiviert werden muss, macht es möglich, dass der HSV einen soliden, zuverlässigen Innenverteidiger für relativ kleines Geld bekommen kann. Zwei Millionen Euro sind im heutigen Fußballgeschäft wahrlich ein Schnäppchen. Aktuell weilt der Spieler noch im Urlaub in Brasilien, wird für kommende Woche in Deutschland zurückerwartet. 


HSV-Trainer Dieter Hecking preist seinen Wunschspieler schon in den höchsten Tönen: "Er ist ein gestandener Spieler, der in Nürnberg gerade in der Rückrunde sehr zur Stabilisierung der Abwehr beigetragen hat", so Hecking. Schon während seiner Zeit beim 1. FC Kaiserslautern (2016/17) habe ihm Ewerton sehr gefallen. Insbesondere der "sehr, sehr gute Spielaufbau" und "die Ruhe, die er ausstrahlt", begeistern den HSV-Coach. Ferner sei der Brasilianer "ein sehr guter Zweikämpfer, der über ein gutes Kopfballspiel verfügt". Das mache ihn für den HSV interessant. 


Eine Verpfllichtung Ewertons hätte freilich unmittelbare Konsequenzen für das restliche Defensiv-Personal. Fünf Innenverteidiger (Jung, Bates, Papadopoulos, van Drongelen und Ewerton) wären einer zu viel. In diesem Licht ist die vor Tagen publik gewordene Meldung zu sehen, nach der der HSV sowohl Jung als auch van Drongelen keine Steine für einen Wechsel in den Weg legen würde.