Florian Kohfeldt trainiert die ​Bundesliga-Mannschaft des ​SV Werder Bremen nun seit fast zwei Jahren. In dieser Zeit tat sich bei den Grün-Weißen eine Menge, auch durch den jungen Trainer darf man sich für die nächste Saison eine Menge erhoffen. Eine große Zukunft steht ihm und dem SVW bevor, doch schon jetzt will man sich noch länger aneinander binden. Kohfeldt soll bei Werder nämlich eine Ära prägen und noch viele Jahre in Bremen bleiben.


Die Saison beendete der SVW nur knapp hinter den Europa-League-Plätzen. Insgesamt spielte man die beste Saison der vergangenen Jahre und in Bremen träumen nicht nur die Fans wieder von der Rückkehr ins ganz große Fußballgeschäft. Der Aufschwung der Werderaner hat dabei vor allem einen Namen, Florian Kohfeldt. Der sympathische erst 36 Jahre alte Übungsleiter übernahm die Bremer nämlich vor fast zwei Jahren in einer schwierigen Phase, runderneuerte den Verein aber fast vollständig.


Der so bodenständige Trainer ist bei Werder also spätestens in dieser Saison angekommen, sein hervorragendes Verhältnis zu den Spielern und den Fans ist in dieser Form einzigartig. Deswegen hat man an der Weser ganz besondere Pläne, was die Zukunft rund um Kohfeldt betrifft. Wie die Sportbild nämlich berichtet, plant man schon jetzt, das Trainerjuwel auch über 2021 hinaus an den Verein zu binden. 

Florian Kohfeldt

Die Auszeichnungen wie der Trainer des Jahres 2018 unterstreichen die steile Entwicklung von Florian Kohfeldt


Statt einem Vertragsende in zwei Jahren, erhofft man sich also eine Zusammenarbeit auch in der entfernten Zukunft. Dass der 36-Jährige sowieso nicht vorher von dem Klub loszueisen ist, macht man mit dem Vertrauen auch bemerkbar, ein Wechsel zu einem anderen Verein ist auch für Kohfeldt selbst keine Option. Und so entwickelt sich die Erfolgsgeschichte des Traditionsvereins und dem Trainer des Jahres 2018 immer weiter, eine richtige Ära beginnt sich zu bilden.


"Selbst wenn Interesse von anderen Vereinen da sein sollte, habe ich keine Zweifel, dass er bei uns bleibt“, so Sportchef Frank Baumann in der Sportbild. Dass auch der Trainer selbst sich eben nicht nach anderen Optionen umschaut, sollte sehr viel Hoffnung machen. Gründe für eine vorzeitige Verlängerung gibt es derweil viele, vor allem sei aber der menschliche Aspekt des Ur-Bremers schon ein überzeugendes Moment.


Kohfeldt zeigt schon jetzt enorme Reife und Bodenständigkeit


Seit 18 Jahren ist "Flo" schon ein Teil des Bremer Vereins. Seine aktive Karriere bot dabei wenige Highlights, doch es hielt ihn insgesamt acht Jahre in der dritten Mannschaft des SVW. Nachdem er seine Torwart-Handschuhe an den Nagel hängte, stieg er als Jugend-Trainer bei den Grün-Weißen ein und arbeitete sich seitdem kontinuierlich hoch. Seit fast zwei Jahren ist er nun also Cheftrainer, und unter ihm holte Bremen starke 1,64 Punkte pro Partie.


Doch nicht nur seine Leistungen in solch frühen Jahren ist beeindruckend, auch seine angesprochene Menschlichkeit entspricht genau der Bremer Philosophie. Vereinslegende Willi Lemke hat den Übungsleiter beobachtet und etwas nicht unbedingt alltägliches festgestellt: „Florian Kohfeldt ist ein Menschenfänger. Aus dem Verein höre ich, dass er allen Mitarbeitern großen Respekt entgegenbringt. Nicht nur seinem Trainerstab gegenüber, sondern auch bei Hilfskräften, Zeugwarten oder Waschfrauen lässt er nie den Cheftrainer heraushängen. Das kenne ich auch anders bei Trainern in der Fußball-Branche.“

Borussia Dortmund v SV Werder Bremen - Bundesliga

Kohfeldt schenkt seinen Spielern viel Vertrauen und versucht sie trotzdem immer besser zu machen


Zudem ist die Bindung zu seinen Spielern auf mehreren Ebenen besonders. Zum einen kann er seine Mannschaft auf dem Platz zu Höchstleistungen bringen und jeden einzelnen Akteur immer wieder auf ein anderes Niveau bringen. Doch auch die private Beziehung zu seinen Schützlingen ist ihm sehr wichtig, denn er weiß welche Bedeutung das Wohl der Spieler für die Leistungen hat.


Florian Kohfeldt ist also mit nur 36 Jahren schon weiter, als manche Trainer es in ihrer gesamten Karriere waren. Natürlich hat auch er noch viel zu lernen und vor allem Erfahrungen auf der großen Bühne fehlen ihm noch gänzlich. Doch nirgendwo sonst hat er solch passende Bedingungen wie bei Werder, um sich und den Verein ständig weiterzuentwickeln. Es ist also kein Wunder, dass Bremen schon jetzt ein verlängertes Engagement anstrebt. 


Dass Kohfeldt einmal genau so lang auf der Trainerbank sitzt wie es ein Otto Rehhagel oder ein Thomas Schaaf taten, kann man sich in jedem Fall vorstellen. Sein selbsterklärter Marathonlauf als Profitrainer wird also noch eine Weile weiter gehen. Wenn nun auch noch die sportlichen Ziele erreicht werden und er weiter für das Wohl des Vereins sorgt, wird man den Namen Kohfeldt in Zukunft noch eine lange Zeit mit dem SVW in Verbindung bringen.