​Beim ​FC Bayern München durfte man sich in der letzten Saison nicht nur über den Doublegewinn freuen. Die zweite Mannschaft des deutschen Rekordmeisters machte in der Relegation gegen den ​VfL Wolfsburg II ​den Aufstieg in die Dritte Liga perfekt. In der kommenden Spielzeit gehen die Amateure mit einem neuen Cheftrainer an den Start, worüber einige Fans nicht wirklich begeistert sind.


Im Sommer 2018 hatte Holger Seitz den Trainerposten bei der U23 von Tim Walter übernommen, der den Verein Richtung Kiel verlassen hatte. "Die vergangene Saison bei den Amateuren war mit dem Aufstieg und dem Sieg beim prestigeträchtigen Premier-League-Cup einfach nur großartig", wird Seitz auf der vereinseigenen Homepage zitiert. "Doch jetzt freue ich mich riesig auf die neue Aufgabe und bedanke mich für das große Vertrauen der Verantwortlichen." 

Der 44-Jährige wechselt in den sportlichen Führungsstab des FC Bayern Campus und wird zukünftig die beiden Nachwuchschefs Hermann Gerland und Jochen Sauer unterstützen. "Es war mein ausdrücklicher Wunsch, diese neue Aufgabe übernehmen zu können", betonte Seitz. Als neuen Reserve-Coach hat der deutsche Rekordmeister Sebastian Hoeneß, Sohn von Dieter und Neffe von ​Uli Hoeneß, präsentiert. Der 37-Jährige betreute in den letzten beiden Spielzeiten die U19 der Münchner. Die Beförderung des Hoeneß-Neffen hat sich in den letzten Wochen bereits abgezeichnet und rief bei einigen Fans Unmut hervor. 


"Kompetenz schlägt Name! Seitz muss bleiben!“ und "Großer Name macht noch keinen großen Trainer", war auf den Plakaten der Fans bei den letzten Regionalliga-Partien zu lesen. Gegenüber der Sport Bild ließ Sebastian Hoeneß verlauten, dass er von den Plakaten "ehrlich gesagt gar nichts" gewusst hatte. "Es ist ganz normal, dass man versucht, eine freie Stelle intern zu besetzen. Das spricht für Kontinuität", führte der 37-Jährige weiter aus. "Der Name polarisiert, deswegen kenne ich das gar nicht anders. Das begleitet mich schon mein Leben lang."