Wie geht es weiter mit den Super-League-Plänen? Das Ursprungsmodell wurde abgelehnt, die Idee ist offensichtlich aber keineswegs verworfen. Neue Modelle sollen im Spätsommer diskutiert werden. Es bleibt die Frage: Wie viel Kommerz verträgt der Fußball noch.​


Die Reformpläne für die sogenannte ​Super Liga zieht weiter seine Kreise. Die ​Bundesliga und auch die ​Serie A lehnen die geplante Umsetzung weiter ab. 24 Klubs wären nach diesen Plänen fix dabei, nur vier hätten sich noch über die nationalen Ligen qualifizieren können. Damit hätte man die Bedeutung dieser massiv untergraben.


Tod ist die Idee einer Super Liga deshalb aber nicht. Am 11. September tagen UEFA, der europäische Klub-Verband ECA und der Vereinigung der Europäischen Ligen. Wie die Sportbild berichtet, sollen dann andere Modelle diskutiert werden. Eine Alternative: 36 statt 32 Teams in sechs Sechsergruppen statt acht Vierergruppen. Das Teilnehmerfeld, des von der Ligue 1 entwickelten Modells setzt sich aus den acht Viertelfinalisten der Vorsaison zusammen, den Halbfinalisten der Europa League 1, sowie 18 Klubs, die sich auch den Top-10-Ligen der UEFA qualifizieren. Sechs weitere Teams sollen aus Ligen von kleineren Verbänden kommen. Die beiden Ersten der Gruppen ziehen dann ins Achtelfinale ein, zusammen mit den vier besten Gruppendritten.


Abschließend diskutiert ist das Modell aber wohl noch nicht worden. Die Gefahr: Es nehmen fast ausschließlich Teams aus den großen Ligen teil. Es gibt aber auch noch weitere Alternativen. Die Times bringt ein Modell mit 48 Starter in acht Sechsergruppen ins Spiel, die beiden Gruppenersten qualifizieren sich für das Achtelfinale.


Die ganze Diskussion zeigt aber: Es wird schwierig die Interesse der großen Klubs mit den Teams und Verbänden aus den kleineren Nationen zu verbinden. Zumal die Zukunft der nationalen Ligen auf dem Spiel steht. Eine Super Liga macht den nationalen Wettbewerb uninteressanter - nicht nur für die Fans, sondern vor allem auch für Geldgeber.


Man darf sich die Frage stellen, warum man das bestehende Modell weiter "ausschöpfen" will - und so die Tradition des europäischen Vereinsfußballs aufs Spiel setzt. Denn am Ende ist es wie im echten Leben: Immer nur Kaviar wird auch zur Normalität - und die Bundesliga-Bratwurst ist auch ein echter Leckerbissen...