Nach über 25 Jahren gehen Francesco Totti und die AS Rom getrennte Wege. Der frühere Angreifer erhob bei seiner Abschiedsverkündung schwere Vorwürfe gegen den Klub, für den er insgesamt 785 Mal auf dem Platz stand und zuletzt im Management aktiv war.


"Es ist ein Tag, von dem ich gehofft hatte, dass er niemals kommen würde", wird der 42-Jährige in der Sport Bild zitiert, "doch nun ist dieser hässliche und schwere Tag gekommen." Den Klub, dem er seit 1993 angehörte, endgültig zu verlassen, sei "viel schlimmer, als das Ende meiner Laufbahn als Spieler. Die Roma zu verlassen, ist wie sterben. Ich habe das Gefühl, dass der Tod das bessere Ende gewesen wäre."


Dramatisch klangen im weiteren Verlauf auch die Vorwürfe, die er während der Pressekonferenz erhob. So habe man ihm "ein Messer in den Rücken gerammt", nicht auf seine Ideen gehört. Der Ex-Stürmer behauptet: "Es gibt Leute, die mich hier nicht haben wollen. Diese Leute tun nicht das Beste für den Klub, sie schaden ihm."

FBL-ITA-ROMA-TOTTI

  Unter Tränen verkündete Francesco Totti seinen endgültigen Abschied von der AS Rom. Seine Vorwürfe hat der Verein mittlerweile zurückgewiesen.


​Laut ​transfermarkt.de habe er Präsident James Pallotta am Montag per Email über seinen Abgang informiert. "Angesichts der Umstände glaube ich, dass es die richtige Entscheidung war", erklärte Totti, und fügte an: "Es ist nicht mein Fehler, dass ich diese Entscheidung treffen musste."

​Grund für das abrupte Ende sei die Wahl des zukünftigen Trainers. Nach der Entlassung von Eusebio Di Francesco betreute Claudio Ranieri die Roma bis Saisonende, vor einer Woche gab der Tabellensechste der ​Serie A die Verpflichtung des Portugiesen Paulo Fonseca bekannt, der zuvor drei Jahre lang Shakhtar Donezk betreute. Totti, das machte er unmissverständlich klar, bevorzugte jedoch Antonio Conte, der bei Inter Mailand anheuerte: "
Mit Conte wäre ich geblieben."

​"Weit entfernt von der Wirklichkeit"


Mittlerweile hat der Verein die schweren Vorwürfe zurückgewiesen. "Auch wenn wir verstehen, wie schwierig es für ihn war zu entscheiden, die AS Roma nach 30 Jahren zu verlassen, können wir nur feststellen, dass seine Wahrnehmung der Tatsachen und der vom Klub getroffenen Entscheidungen fantasievoll und weit entfernt von der Wirklichkeit ist", hieß es in einer Stellungnahme.