​Die deutsche U21-Nationalmannschaft startete am Montagabend ​mit einem 3:1-Erfolg gegen Dänemark in die Europameisterschaft. Mahmoud Dahoud zählte neben Matchwinner Marco Richter und Luca Waldschmidt zu den besten Spielern auf dem Platz. Unter Nationaltrainer Stefan Kuntz war der 23-Jährige zuletzt Stammspieler. Ein Status, von dem Dahoud bei ​Borussia Dortmund weit entfernt ist, weshalb der Ex-Gladbacher einen Wechsel in Erwägung ziehen sollte.


Im Sommer 2017 wechselte der zentrale Mittelfeldspieler für zwölf Millionen Euro Ablöse von ​Borussia Mönchengladbach nach Dortmund. 56 Pflichtspiele (ein Tor/sechs Vorlagen) bestritt Dahoud seither für die Schwarz-Gelben. Seit dem Amtsantritt von ​Cheftrainer Lucien Favre (Juli 2018), unter dem der 23-Jährige in Gladbach den Durchbruch geschafft hatte, gingen die Einsatzzeiten merklich zurück. Gut 1.200 Minuten stand der U21-Nationalspieler in der abgelaufenen Saison auf dem Platz. In der Rückrunde reichte es in der ​Bundesliga lediglich zu sieben Einsätzen (zweimal Startelf). 


Gegen die starke Konkurrenz im zentralen Mittelfeld (Thomas Delaney & Axel Witsel defensiv, Marco Reus & Mario Götze offensiv) hatte Dahoud fast immer das Nachsehen. Durch die Verpflichtung von ​Julian Brandt, der auch im offensiven Mittelfeld auflaufen kann, dürften die Chancen auf Einsatzzeiten weiter schrumpfen. Dahoud, der nach seinen 18 Länderspielen für die U21 irgendwann den Sprung in die A-Nationalmannschaft schaffen will, wird sich daher sicherlich Gedanken über seine Zukunft machen. Ohne einen Stammplatz wird dieser Traum nicht in Erfüllung gehen. 

Mahmoud Dahoud

Überzeugte gegen Dänemark: Mahmoud Dahoud



Mit seinen 23 Jahren ist Dahoud zwar noch relativ jung, eine weitere Saison als "Aushilfskraft" wird sich der Rechtsfuß wohl nicht mehr antun wollen. Für den nächsten Schritt in seiner Karriere sind regelmäßige Einsatzzeiten unabdingbar. Der Deutsch-Syrer hat gegen Dänemark erneut gezeigt, welche Qualitäten er besitzt. Dahoud überzeugte als geschickter Ballverteiler, leitete einige Angriffe ein und suchte auch immer wieder selbst den Abschluss. Spielt der Ex-Gladbacher eine starke EM, werden sicherlich einige Vereine bei ihm anklopfen. Sollte der Mittelfeldspieler den Durchbruch beim BVB noch nicht gänzlich abgeschrieben haben, erscheint ein Leihgeschäft durchaus denkbar zu sein.