Es dauerte lediglich ein paar Tage: Nachdem bekanntgegeben worden war, dass sowohl ​Sonny Kittel (26) als auch Dario Lezcano (28) den FC Ingolstadt verlassen werden, schlug der ​Hamburger SV zu und verpflichtete Kittel für die kommenden vier Jahre. Jetzt steht auch eine Verpflichtung des venezolanischen Nationalspielers im Raum.


Neun eigene Treffer und vier Vorlagen: die Bilanz von Lezcano aus 29 absolvierten Spielen in der Spielzeit 2018/19 liest sich erstmal gar nicht so schlecht. 


Dem Hamburger Abendblatt zufolge denkt man beim HSV ernsthaft über diese Personalie nach. Noch mehr als von den rein statistischen Werten dürften die Hamburger Verantwortlichen von der grundsätzlichen Arbeitseinstellung des Paraguayers überzeugt sein: Lezcano ist ein kämpfender, laufintensiver, unbequemer Stürmer, der sich für weite Wege nicht zu schade ist. 

Spieler mit solch einem Profil waren in der Vergangenheit rar gesät im Hamburger Kader. 


Von seiner ganzen Anlage her ähnelt Lezcano einem ehemaligen Stürmer-Star des HSV aus Peru: Paolo Guerrero brachte ebenfalls diese im heutigen Fußball unverzichtbaren Werte für einen Offensivspieler in das Spiel der Hanseaten ein. ​

Mit einer zeitnahen Verpflichtung Lezcanos würde natürlich der Druck auf einen bereits im Kader befindlichen Stürmer nochmals ansteigen. Von Bobby Wood erwarten die Macher, dass er sich der Situation stellt und die Herausforderung annimmt. 


Diese Strategie ist natürlich auch der verfahrenen Situation geschuldet: Angebote gibt es für Wood momentan keine. Dass sich daran in den kommenden Wochen und Monaten etwas ändert, ist - Stand heute - nicht zu erwarten. Bevor man also den Spieler (und damit das in ihn investierte Kapital) komplett abschreibt, versucht man ihn intern wieder auf Linie zu bringen. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. 


Und genau deshalb wäre eine Verpflichtung von Lezcano kein schlechter Schachzug.