​Heute Abend startet die deutsche U21-Nationalmannschaft gegen Dänemark in die Europameisterschaft. Grund genug, um auf die EM-Sieger von vor zehn Jahren zurückzuschauen. 2009 besiegte die deutsche U21 im Finale England mit 4:0 und holten sich den Pokal. Während einige Spieler danach Weltkarrieren zurücklegten, blieb anderen dieser Weg verwehrt.


Manuel Neuer - 33 Jahre, Bayern München

Manuel Neuer

Er legte eine Weltkarriere hin - und was für eine! ​Manuel Neuer entwickelte sich bei Schalke 04 zum gefestigten Keeper, um bei Bayern München später zur Weltklasse zu reifen. Der vierfache Welttorhüter gewann mehrmals den DFB-Pokal (auch mit Schalke 2011), die Meisterschaft sowie die Weltmeisterschaft und die Champions League. Inzwischen nagen einige Verletzungen an der Stärke des 88-maligen Nationalspielers. Dennoch, Manuel Neuer ist wohl einer der besten Keeper aller Zeiten.


Andreas Beck - 32 Jahre, VfB Stuttgart

Andreas Beck

Andreas Beck spielte bis 2015 bei der TSG Hoffenheim und gehörte dort zum absoluten Stammpersonal. Auf die Ära bei der TSG folgten zwei gute Jahre bei Besiktas Istanbul in der Türkei und ab 2017 zwei schlechte Jahre beim Jugendklub VfB Stuttgart. Mit den Schwaben stieg der neunfache Nationalspieler diese Saison ab. Insgesamt kommt Beck auf stolze 290 Bundesligaspiele.


Jerome Boateng - 30 Jahre, Bayern München

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Nach einem einjährigen Intermezzo bei Manchester City wechselte ​Boateng im Sommer 2011 zu den Bayern und entwickelte sich dort zur Spitze des europäischen Fußballs. Seine Erfolgsvita deckt sich mit der von Neuer, der ebenfalls 2011 zu den Bayern stieß. Lange Zeit war der 76-fache Nationalspieler bei Bayern und der Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken. Erst diese Saison geriet Boateng in eine Krise. So wurde er unter Löw im Zuge der Verjüngung aus dem Nationalteam gekegelt und bei den Bayern aufgrund der Leistung zum Bankdrücker degradiert.


Benedikt Höwedes - 31 Jahre, Lokomotive Moskau

Benedikt Hoewedes

Mit Höwedes gewann Schalke 04 2011 den DFB-Pokal. Der Innenverteidiger etablierte sich bei den Königsblauen zur absoluten Identifikationsfigur und war auch in der Nationalmannschaft häufig vertreten (44 Spiele). Auch er wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister. 2017 kippte die Karriere von Höwedes jedoch. Der Kapitän wurde von dem neuen Schalker Trainer Tedesco ausgemustert und wurde nach Juventus Turin verliehen, wo er aber nur dreimal spielte. Inzwischen ist Höwedes in Russland aktiv.


Sebastian Boenisch - 32 Jahre, vereinslos

Sebastian Boenisch

Die U21 erwies sich für Boenisch nicht zum erhofften Sprungbrett. Einem Engagement bei Bremen, dort gewann er 2009 den DFB-Pokal, endete im Sommer 2012, erst im November fand er mit Bayer 04 Leverkusen einen neuen Arbeitgeber. Dort fand er sich zu Beginn auf dem Platz, später auf der Bank und am Ende nicht mal mehr im Kader wieder. Nach einer kurzen Phase bei 1860 München ist Boenisch seit Sommer 2017 vereinslos. Übrigens: Boenisch entschied sich für die polnische A-Nationalmannschaft und kommt auf 14 Länderspiele.


Mats Hummels - 30 Jahre, Bayern München

Mats Hummels

​Mats Hummels ist ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Fußballkarriere. Mit Borussia Dortmund gewann Hummels zwischen 2008 und 2016 zweimal die Meisterschaft und einmal den DFB-Pokal. 2014 wurde er zudem Weltmeister und durfte ab 2016 mit dem FC Bayern noch ein paar Mal Meisterschaft und Pokal feiern. Wie Boateng wurde aber auch Hummels aus der Nationalmannschaft gekegelt, bislang kam er auf 70 Nationalspiele.


Fabian Johnson - 31 Jahre, Borussia Mönchengladbach

Fabian Johnson

Fabian Johnson spielte ab 2009 bei Wolfsburg, ab 2011 bei Hoffenheim und steht seit 2014 nun bei der Borussia aus Mönchengladbach unter Vertrag. Inzwischen kommt der Mittelfeldspieler auf 202 Bundesligaspiele. Wie auch Boenisch, entschied sich Johnson gegen die deutsche Nationalmannschaft uns spielt stattdessen für die USA. Im Trikot der Vereinigten Staaten kommt Johnson auf 57 Nationalspiele. Die Saison 2018/19 war für Johnson mit die schlechteste: er kam nur auf 18 Einsätze.


Gonzalo Castro - 32 Jahre, VfB Stuttgart

Gonzalo Castro

Der 32-Jährige ist ein wahres Urgestein der Bundesliga. Castro kommt bereits auf 383 Bundesligaspiele, 286 davon im Trikot seines Ausbildungsvereins Bayer 04 Leverkusen, für die er bis 2015 spielte. Nach drei Jahren und einem DFB-Pokal in der Vita bei Borussia Dortmund spielt Castro seit Sommer 2018 beim VfB Stuttgart - und stieg ab. Für das deutsche Nationalteam spielte Castro fünf Mal.


Sami Khedira - 32 Jahre, Juventus Turin

Sami Khedira

Khedira legte nach seinem Wechsel zu Real Madrid 2010 eine Weltkarriere hin. Der 77-fache Nationalspieler gewann die Weltmeisterschaft, die Champions League und diverse nationale Pokale mit Madrid und seit 2015 mit Juventus Turin. Doch inzwischen bremsen das Alter und diverse Verletzungen den Spieler immer weiter aus. Auch dem hohen Konkurrenzdruck bei Juve ist es geschuldet, dass Khedira immer weniger zum Zug kommt.


Mesut Özil - 30 Jahre, Arsenal London

Mesut Ozil

Auch Özil wechselte 2010 zu den Königlichen und auch er etablierte sich zur Weltklasse. Nach drei erfolgreichen Jahren wechselte der 92-malige Nationalspieler Deutschlands zum FC Arsenal und wurde dort seitdem zum Assists-König. Ein Jahr später wurde er in Brasilien Weltmeister. Getrübt wird Özils Karriere von seinem jähen Ende im Nationalteam. Nach einem Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan sah sich Özil massiven Attacken ausgesetzt und trat aus der Nationalmannschaft im Sommer 2018 aus.


Sandro Wagner - 31 Jahre, Tianjin Teda

Sandro Wagner

Zu guter Letzt kommt Sandro "Lord" Wagner. Dessen Karriere kam erst so richtig ab 2015 in Schwung, als er sich in Darmstadt zum Goalgetter entwickelte, nachdem er zuvor bei Bremen und Hertha BSC eher als Chancentod bekannt war. Nach einem Jahr in Darmstadt zog es Wagner nach Hoffenheim und im Winter der Saison 2017/18 schließlich zum FC Bayern. Dort konnte er als Stürmer Nummer Zwei überzeugen, wurde dennoch nicht von Löw in den Kader der WM 2018 gewählt. Erbost über die Nicht-Berücksichtung erklärte Wagner seinen Rücktritt aus dem Team - es bleibt somit bei acht Spielen im DFB-Trikot. Seit Januar 2019 kickt der Lord nun in China.