Die Entscheidung von Markus Schubert, Dynamo Dresden nach acht Jahren zu verlassen, schlug hohe Wellen. Das Eigengewächs, das auch in den kommenden Jahren das Tor des Zweitligisten hätte hüten sollen, steht Medienberichten zufolge vor einem Wechsel zu Arsenal London. Wie die BILD berichtet, erhält Dynamo in diesem Fall trotz Vertragsende angeblich eine sechsstellige Summe. 


Möglich sei dies dank der Transfer-Regularien der FIFA. Wie es in Artikel VII heißt, müsse der Ausbildungsverein eines Spielers, der im Alter von unter 23 Jahren zu einem ausländischen Klub wechselt, "für jede gespielte Saison zwischen dem 12. und 21. Lebensjahr entschädigt werden." Ob der Vertrag beim Ausbildungsverein ausgelaufen ist oder nicht, spiele keine Rolle.

Markus Schubert

   Trotz der Verärgerung über den Weggang von Markus Schubert (Foto), dürften sich die Verantwortlichen von Dynamo Dresden über die Ausbildungsentschädigung freuen


Schubert wechselte 2011 aus der Jugendabteilung des SC Riesa in den Nachwuchs der SGD, nach 43 Pflichtspielen für die Profis wird er sich in diesem Sommer einer neuen Herausforderung anschließen. Nach anfänglichen Berichten über einen vermeintlichen Wechsel in die ​Bundesliga, für den die Dresdner keine Ausbildungsentschädigung erhalten hätten, steht nun ein Wechsel zu Arsenal London im Raum. Die Gunners müssten dem Bericht zufolge binnen vier Wochen nach Vertragsabschluss eine Summe in Höhe von etwa 560.000 Euro an den Zweitligisten überweisen. 


Der 21-Jährige soll einem Bericht der Independent zufolge mittelfristig Stammtorhüter Bernd Leno herausfordern, zunächst aber Spielpraxis bei einem unterklassigen Verein sammeln. Demnach fahnden die Verantwortlichen derzeit nach möglichen Abnehmern in Englands zweiter Liga sowie in Deutschland.