​Nun, da selbst beim letzten Sympathisanten des ​VfB Stuttgart der bittere Abstieg durchgesickert ist, gilt es den Blick wieder nach vorne zu richten. In besonderem Maße gilt dies selbstverständlich für die sportliche Leitung, die mit ​Tim Walter einen sehr engagierten Coach für die Mission des direkten Wiederaufstiegs gewinnen konnte. Die ersten Eckdaten hinsichtlich der Saisonvorbereitung stehen mittlerweile fest.


Durch den verpassten Klassenerhalt hat sich der Sommerurlaub der VfB-Akteure automatisch verkürzt. Da die Spielzeit im deutschen Unterhaus früher startet, werden die Spieler des Traditonsvereins bereits am 16. Juni zum Trainingsauftakt erwartet. Nach dem obligatorischen Laktattest müssen sich die Profis dann auf einen schweißtreibenden Monat einstellen, ehe Ende Juli der Startschuss der Zweitilgasaison ertönt.

Tim Walter

Tim Walter hat sich mit dem VfB keine einfache Aufgabe ausgesucht


Wie mittlerweile bekannt ist, will das neue Trainerteam der Schwaben ihre Schützlinge in gleich zwei Trainingslagern auf Vordermann bringen. Nachdem bereits am 23. Juni ein Testspiel gegen eine Hohenzollern-Auswahl im Stadion des TSV Ilshofen ansteht, gastiert die Walter-Elf vom 24. bis zum 29. Juni in Kitzbühel. Im Anschluss an das Grundlagentraining in Tirol, sollen die neu erarbeiteten Automatismen in der Heimat weiter verfeinern werden, ehe es vom 6. bis zum 12. Juli in die Schweiz geht. Zum Abschluss der intensiven Zeit in der Alpenrepublik, steht mit dem Testspiel gegen den FC Basel am 13. Juli ein erster echter Gradmesser an.


Wer Walters Arbeitsweise bei seinem Ex-Klub Holstein Kiel und vor allem auch für die Jugendmannschaften des FC Bayern München kennt, weiß, dass der 43-Jährige bei seinen Trainingseinheiten ​vor allem auch auf seine jungen Spieler ein Auge werfen wird. Als sicher gilt daher, dass auch Spieler aus der aktuellen VfB-Jugend eine Chance erhalten werden, bei dem gewieften Taktiker vorzuspielen.

Leon Dajaku

Leon Dajaku ist das größte Sturmtalent der Stuttgarter


Vier der fünf Glücklichen stehen laut den Stuttgarter Nachrichten dabei bereits fest. Angreifer Leon Dajaku und Verteidiger Antonis Aidonis durften dabei bereits in der abgelaufenen Saison regelmäßig bei den Profis trainieren. Auch Torhüter Sebastian Hornung und Defensivstratege Luka Maack wurden bereits bei der Bundesligamannschaft vorstellig und hoffen nun auf den endgültigen Durchbruch. Chancen das Trainingsquintett zu komplettieren werden unter anderem Dauerläufer Per Lockl eingeräumt. Keineswegs abschreiben sollte man aber auch Linksverteidiger David Grözinger und den Offensivspieler Nick Bätzner.


Geht es nach den Fans der Stuttgarter, wären wohl alle Youngster gerne gesehen, wurden Eigengewächse im Kader der Bundesligamannschaft doch zuletzt schmerzlich vermisst. Um die Anhänger nach dem zweiten Abstieg innerhalb von nur drei Jahren wieder auf die eigene Seite zu bringen, dürfte es daher unabdingbar sein, die Durchlässigkeit hin zu den Profis wieder deutlich zu erhöhen, auf dass eine neue Generation von jungen Wilden endlich wieder auch im Profibereich für Furore sorgen kann.