​Es gibt den Balkan-Messi, den Türken-Messi und natürlich den wahren Messi. Beim ​FC Barcelona spielte vor Jahren auch schon der kommende Asien-Messi Takefusa Kubo (18). Doch statt diesen jetzt endgültig in die Grafenstadt zu holen, muss der große FC Barcelona zuschauen, wie ihm Erzrivale ​Real Madrid einen dicken Strich durch diese Rechnung macht. 


Mit gerade mal elf Jahren wechselte der als Supertalent gehypte Kubo 2011 in den Jugendbereich des FC Barcelona. Aufgrund von Verstößen gegen die internationalen Transferregeln für Spieler unter achtzehn Jahren wurde jedoch die Spielberechtigung Kubos von Seiten der FIFA aufgehoben, und der junge Japaner kehrte erstmal zurück in sein Heimatland. 


Jetzt, mit Vollendung seines achtzehnten Lebensjahres (am 4. Juni), gaben Real Madrid und Kubos aktueller Klub FC Tokyo bekannt, dass der quirlige Stürmer zum spanischen Rekordmeister wechselt. Dort ist er vorerst für die zweite Mannschaft vorgesehen und soll sich in Ruhe entwickeln, um in den kommenden Jahren auch für die Profi-Mannschaft eine ernst zu nehmende Option zu werden. 


Sein Vertrag ist auf sechs Jahre (!) befristet. Derselbe soll ihm etwa eine Millionen Euro jährlich einbringen. Angesichts der astronomischen Summen, die Real zuletzt auf dem Transfermarkt ausgegeben hat, sehr überschaubare Beträge. Doch beinahe wichtiger als ein preisgünstiger Deal mit einem der weltweit höchstgehandelten Talente seiner Altersklasse ist es für Real Madrid, immer noch, dem ewigen Kontrahenten aus Barcelona ein Schnippchen geschlagen zu haben. 


Barça war im Übrigen auch an einer Rückholaktion interessiert, bot angeblich aber nur rund 250.000 Euro Jahresgehalt.