Beim FC Barcelona ist Ousmane Dembélé mehr als ​Enfant Terrible denn als herausragender Fußballer bekannt. Der Franzose leistete sich in der Vergangenheit einige Disziplinlosigkeiten, Spekulationen um eine Trennung im Sommer bestehen seit vielen Monaten. Ein Transfer von Antoine Griezmann, der laut Klub-Boss Miguel Ángel Gil Marín doch zu den Katalanen wechseln wird, könnte den Verantwortlichen von ​Borussia Dortmund einen Geldregen bescheren.


Dies berichten die Ruhr Nachrichten unter Berufung auf Meldungen der Welt und BILD. Für Dembélé, der sich vor zwei Jahren vom BVB zum FC Barcelona streikte, erhielt der Klub eine fixe Ablösesumme über 105 Millionen Euro, zusätzlich wurden vertragliche Bonuszahlungen in Höhe von 40 Millionen Euro festgelegt. Davon floss bereits die Hälfte nach Dortmund, da der Flügelspieler in seinen ersten beiden Spielzeiten bei Barça 65 Pflichtspiele absolvierte und sich der Verein in beiden Jahren für die Champions League qualifizierte. 

​Dembélés Zukunft wäre im Fall einer Verpflichtung von Antoine Griezmann jedoch ungewiss. Sein Nationalmannschafts-Kollege wird von der in Spanien obligatorischen Ausstiegsklausel über 120 Millionen Euro Gebrauch machen und Atlético Madrid in diesem Jahr verlassen. Nach widersprüchlichen Meldungen und der Frage, ob Griezmann seine Zelte in Barcelona oder doch bei Paris St. Germain aufschlagen wird, erklärte Miguel Ángel Gil Marín, dass der Transfer zu den Katalanen bereits seit März beschlossene Sache sei. 

Antoine Griezmann

Antoine Griezmann wird sich dem FC Barcelona anschließen. Entsteht dadurch eine Transfer-Lawine?



In der vergangenen Spielzeit kämpfte Dembélé mit Malcom und ​Philippe Coutinho um den dritten und letzten Platz in der Offensive. Sollte Griezmann tatsächlich verpflichtet werden, würde dieser das Trio auf die Bank verdrängen. Der ohnehin finanziell nicht mehr so breit aufgestellte Klub besäße daher mit Coutinho, der im Januar 2018 für 120 Millionen Euro (+ 40 Mio. Euro Bonuszahlungen) vom FC Liverpool verpflichtet wurde, und Dembélé ein sündhaft teures Duo auf der Ersatzbank.


Geldregen für den BVB?


​Im Zuge des bevorstehenden Umbruchs werden beide Spieler mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Die Fans würden sich wohl am ehesten über einen Abgang von Coutinho freuen, der BVB hingegen hofft möglicherweise auf einen Verkauf von Dembélé. Der Grund: Offenbar vereinbarten beide Klubs, dass die ausstehenden Boni bei einem Weiterverkauf des 22-Jährigen an den Bundesligisten überwiesen werden müssen. BILD-Informationen zufolge würden die Dortmunder somit 17 Millionen Euro erhalten - eine Summe, die man nach den bisher getätigten Transfers dankend annehmen würde.

Ousmane Dembele

Dortmund dürfte sich über einen Abnehmer für Ousmane Dembélé freuen.



Arsenal London, der FC Liverpool und Paris St. Germain sollen als mögliche Interessenten für Dembélé gelten. Doch abhängig davon, wie viel Barça für das Enfant Terrible, der noch bis 2022 unter Vertrag steht, verlangt, könnten potenzielle Abnehmer abgeschreckt werden.