Der Dauerkartenverkauf bei ​Borussia Mönchengladbach ist gestoppt. Nach 30.000 verkauften Stückzahlen ist Schluss, hat der Verein erklärt. Besonders aufsehenerregend ist die geringe Anzahl der Kündigungen. Betrachtet man die Sache statistisch, könnte es bis zu 50 Jahre dauern, bis man eine solche Karte ergattern könnte.


​Die Gladbacher Fans sind treu. Die Auslastung des Stadions, welches knapp über 54.000 Zuschauer fasst, ist meist am oberen Limit, regelmäßig kommen mindestens 50.000 Zuschauer in den Borussia-Park. Und jeden Sommer beginnt die Lotterie der Dauerkarten aufs Neue. Inzwischen gibt es eine Warteliste, doch die ist kaum von Erfolg geprägt, wie die Bild nun berichtet.


Denn auch in diesem Jahr wurde der Dauerkartenverkauf bei 30.000 verkauften Stückzahlen ausgesetzt. Allerdings sind mindestens 29.900 bereits vorher vergeben, denn nicht mal 100 Besitzer einer solchen Dauerkarte haben ihr Abo gekündigt, wie das Boulevardblatt berichtet. Auch im vergangenen Jahr waren es gerade mal 83 Besitzer, wie weiter ausgeführt wird.


Rechnet man dies also statistisch hoch, muss man bei einer Warteliste von ca. 5.000 Fans bis zu 50 Jahre warten, ehe ein Platz frei wird, sollte man sich nun auf dieser Liste führen lassen. Aber mehr als 30.000 Dauerkarten pro Saison gehen eben auch nicht, da noch Karten für Gästefans vorhanden sein müssen und auch der freie Verkauf noch Karten bekommen soll, damit quasi jeder die Chance hat, sich wenigstens ein paar Spiele der Fohlenelf im Stadion auch ohne Dauerkarte anschauen zu können.


Das bestätigt auch Finanz-Boss Stephan Schippers. „Es gibt eine große Nachfrage nach Dauerkarten, aber wir wollen auch den Borussia-Anhängern, die von weiter wegkommen und für die sich eine Dauerkarte nicht rentieren würde, die Möglichkeit geben, Bundesligaspiele live im Borussia-Park zu verfolgen. Für diese Fans benötigen wir ein ausreichendes Kontingent an Tageskarten.“ Zusätzlich hat man ja in der kommenden Saison auch wieder die Möglichkeit, dem VfL bei internationalen Spielen beizuwohnen. Das sind immerhin mindestens drei Heimspiele, die noch auf den normalen Alltag in der Bundesliga oben drauf kommen.

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