Nach der erneuten Nominierung für die Nationalmannschaft steht für Niklas Stark die Sommerpause bevor. In dieser Zeit wird sich der Innenverteidiger von Hertha BSC Berlin trotz Vertrags bis 2022 wohl auch Gedanken um seine Zukunft machen. Laut kicker haben mögliche Interessenten jedoch nur bis Ende Juni Zeit, ihn für eine festgeschriebene Summe loszueisen. Derweil macht sich Michael Preetz keine Sorgen um Neuzugang Dedryck Boyata.


In Berlin entwickelte sich Stark, der 2015 für drei Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg verpflichtet wurde, in 111 Pflichtspielen zu einem gestandenen Bundesligaspieler, der sich im März erstmals über die Nominierung für die Nationalmannschaft freuen durfte. Auch in den jüngsten Partien gegen Weißrussland (2:0) und Estland (8:0) war er mit an Bord, erhielt jedoch wie schon vor drei Monaten keinen Einsatz. 

Niklas Stark

  Würde - Stand jetzt - 25 Millionen Euro kosten: Niklas Stark.


Ob er Anfang Juli zum Trainingsauftakt wieder in Berlin erscheinen wird, ist offen. Wie berichtet wird, besitzt Stark eine Ausstiegsklausel über 25 Millionen Euro. Diese festgeschriebenen Ablösesummen sind in der Regel aber nur in einem bestimmten Zeitraum gültig, so auch beim 24-Jährigen: Stichtag sei demnach der 30. Juni, danach könne die Hertha frei über die Ablösesumme verhandeln.


Einen vorzeitigen Abschied will Manager Preetz vermeiden: "Unser Wunsch ist es, mit Niklas in die neue Saison zu gehen", sagt der 51-Jährige, der auch auf ​Neuzugang Dedryck Boyata angesprochen wurde.


Der flexible Abwehrspieler, der im Fall eines Transfers von Niklas Stark als dessen Ersatz gilt, wurde ablösefrei vom schottischen Meister Celtic Glasgow verpflichtet. Seit dem 2:1-Erfolg im Derby gegen die Glasgow Rangers am 31. März musste er aufgrund eines Muskelbündelrisses pausieren. 

Brendan Rodgers,Dedryck Boyata

 Dedryck Boyata (r.) wird aller Voraussicht nach pünktlich in die Vorbereitung einsteigen können.


Sorgen müsse man sich laut Preetz aber nicht machen. Erst kürzlich habe sich Boyata von den Ärzten der belgischen Nationalmannschaft behandeln lassen, die Verletzung sei "austherapiert." Aktuell befindet er sich in der Reha, beim Trainingsauftakt Anfang Juli wolle man ihn noch einmal "gründlich checken. Ob er dann einen oder drei Tage später ins Training einsteigt, ist unerheblich", erklärt der Manager.