​Erst gestern veröffentlichte das Hamburger Abendblatt, dass das Umfeld von dem vom ​HSV umworbenen Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt, Marc Stendera (23), eine ​Stammplatz-Garantie von den interessierten Klubs einfordert. Und an genau solch einer absurden Forderung könnte letzten Endes auch der geplante Wechsel von Arsenals Rechtsverteidiger ​Jordi Osei-Tutu (20) an die Elbe scheitern. 


Kurioserweise war an Osei-Tutu auch der VfL Bochum dran. Der Ruhrklub sucht Ersatz für den nach Hamburg abgewanderten Jan Gyamerah. Und bereits in den Verhandlungen zwischen dem VfL und ​Arsenal sollen die Berater Osei-Tutus diese Stammplatz- oder Einsatz-Garantie zur Sprache gebracht haben. Salopp formuliert fordern die Londoner: wenn der Spieler fit ist, soll er auch spielen. Garantiert! 


Das soll, der Mopo zufolge, bei den Bochumer Verhandlungsführern für Kopfschütteln gesorgt haben. Wie es ja auch gar nicht anders sein kann. Eine derartige Forderung, so verständlich sie aus Sicht des abgebenden Vereins vielleicht auch sein mag, ist ein absolutes No-Go, weil es die Basis eines jeden sportlichen Wettkampfs erodiert: das Leistungsprinzip. Im Fußball spielen immer die, die der Trainer aufgrund der Trainingseindrücke, der strategischen Ausrichtung, der Besonderheit des Gegners und so weiter als dafür würdig erkennt. Und nicht, weil irgendein Vertragswerk im Artikel 49 a) es so verankert. 


Ob auch die Hamburger mit einem Kopfschütteln auf diese Forderung reagiert haben, ist bislang nicht bekannt. Doch ein solcher Deal sollte eigentlich für jeden Klub der Welt inakzeptabel sein.